Arvato macht den Indupark zur Logistik-Drehscheibe

Grundstein gelegt

Die Bauarbeiten für das neue Distributionszentrum von Arvato im Industriepark Dorsten/Marl haben vor einigen Wochen begonnen. Mit einer feierlichen Grundsteinlegung ist am Dienstag auch der offizielle Startschuss für das 30-Millionen-Euro-Projekt gefallen.

Dorsten

, 15.11.2016, 11:52 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vor etwa 50 Gästen aus Wirtschaft und Verwaltung legten Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD), Arvato-Chef Fernando Carro, Landrat Cay Sübercrüb sowie die Bürgermeister der Städte Dorsten und Marl, Tobias Stockhoff (CDU) und Werner Arndt (SPD) am Vormittag den Grundstein für ein modernes Warenverteilzentrum, das in den kommenden Monaten auf einem knapp zwölf Hektar großen Areal an der Bundesstraße 225 entstehen wird.

"Ein Meilenstein für den Ausbau des Logistiknetzwerkes"

Der erste Bauabschnitt umfasst drei Hallen und ein zentrales Bürogebäude mit einer Grundfläche von insgesamt 28.200 Quadratmetern. Zwei weitere Ausbaustufen sind möglich, in Dorsten wird perspektivisch eine hohe dreistellige Zahl an Arbeitsplätzen im gewerblichen und kaufmännischen Bereich geschaffen, hieß es.

„Diese Grundsteinlegung markiert einen wichtigen Meilenstein beim weiteren Ausbau unseres europaweiten Logistiknetzwerkes“, sagte Arvato-Chef Fernando Carro. „Der Standort Marl/Dorsten ist aufgrund seiner zentralen Lage im bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland und aufgrund der unmittelbaren Nähe zu den Benelux-Staaten eine ideale Ergänzung zu den bestehenden Distributionszentren."

Zusammenarbeit mit dem DHL-Paketzentrum

Arvato möchte schon im Frühjahr 2017 die ersten Pakete von Dorsten aus auf die Reise zu schicken.“ Dass diese „Reise“ zukünftig nur noch ein paar Stunden dauern wird, ist durch die unmittelbare Anbindung des Arvato-Areals an die Paketverteilzentren der Logistikdienstleister Deutsche Post DHL und DPD, sichergestellt. „Diese räumliche Nähe und ein noch engerer Austausch werden es uns ermöglichen, die Waren unserer Kunden zukünftig nochmals deutlich schneller an sämtliche Orte in Deutschland zu liefern“, so Carro, der "die ausgezeichnete Zusammenarbeit" mit der Wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH, der Projektgesellschaft Industriepark Dorsten/Marl, dem Kreis Recklinghausen, den beteiligten Städten, der Steag GmbH und der örtlichen Arbeitsagentur betonte.

NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin hob die Bedeutung des Ruhrgebiets als Logistikstandort hervor: „Die Ansiedlung von Arvato ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg des Ruhrgebiets hin zu einer ‚Smarten Region‘ – und sie unterstreicht seine Rolle als eine der führenden deutschen Logistikregionen." Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff erinnerte daran, dass es in "seiner" Stadt und der Region "unwahrscheinlich viele Menschen gibt, die Arvato für sein Vorhaben gebrauchen kann". Auch das war ein entscheidendes Kriterium bei der Standortwahl gewesen.

Mit der Ansiedlung von Arvato ist die letzte Fläche im Interkommunalen Industriegebiet Dorsten/Marl vermarktet.

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