Architekten präsentierten zwei Standort-Entwürfe für neues Matthäusheim

dzGemeinde St. Matthäus

Um die beiden Alternativ-Standorte für das neue Matthäusheim ging es am Mittwochabend bei einer Bürgerversammlung. Welcher darf es sein? Das entscheiden einige wenige.

von Sabine Bornemann

Wulfen

, 16.01.2020, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Kriterien und Standorte waren zuvor in mehreren Gesprächswerkstätten festgelegt worden. Auf dieser Basis haben die Architekten Ralf Badura und Stefan Risthaus zwei Entwürfe entwickelt, die in der Versammlung zur Diskussion gestellt wurden.

Architekten präsentierten zwei Standort-Entwürfe für neues Matthäusheim

Viele interessierte Wulfener waren am Mittwochabend ins Matthäusheim gekommen. © Sabine Bornemann

Standort direkt auf dem Kirchplatz

Das eine Gebäude könnte direkt auf dem Kirchplatz südlich der Matthäuskirche entstehen. Dafür müsste der Brunnen nach Osten versetzt werden und man müsste auch das Bodendenkmal eines früheren Friedhofs archäologisch beachten. Bei der Baumaßnahme würde aber der Kirchplatz östlich des Gebäudes neu gestaltet werden und das Bistum würde die Sanierung des gesamten Umfelds rund um St. Matthäus bezuschussen.

Architekten präsentierten zwei Standort-Entwürfe für neues Matthäusheim

Gegenüberstellung der beiden möglichen Standorte für ein neues Matthäusheim © Grafik: Risthaus/Badura

Bedenken wegen möglicher Lärmbelästigungen

Der Pfarrheimentwurf auf dem Kirchplatz hat eine Grundfläche von 230 Quadratmeter. Er enthält einen großen Saal, den man um einen kleineren erweitern kann. Ein zweiter separater Gruppenraum ist nicht möglich. Es gibt ein helles Foyer mit Öffnung zum neuen Kirchplatz hin, ebenso Küche, Sanitärbereich und Abstellräume.

Anlieger äußerten Bedenken wegen möglicher Lärmbelästigungen, aber Pfarrer Martin Peters schloss eine Nutzung für private Feiern aus. Auch der Blick auf die denkmalgeschützte Kirche werde verbaut und insgesamt sei die Bebauung des Ortskerns zu dicht.

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Der zweite Standort für ein neues Pfarrheim liegt an der Ecke Burghof/ Matthäusplatz. Da das benachbarte Pfarrhaus auf einem Hügel steht, müsste das Gebäude auf Straßenhöhe in das Gelände eingesenkt und mit Stützmauern versehen werden. Der geplante Grundriss ist 20 Quadratmeter größer und enthält neben der bekannten Grundausstattung noch einen zusätzlichen separaten Gruppenraum.

Lage würde Bestückung mit Solarzellen ermöglichen

Der Eingang läge aber ungeschützt direkt an der befahrenen Straße. Die Lage des Gebäudes würde eine Bestückung mit Solarzellen in Richtung Süden ermöglichen. Der Weg zur Kirche ist ein bisschen länger, aber zumutbar. Die angrenzende Wiese am Pfarrhaus könnte mitgenutzt werden. Für die Außenanlagen wären vom Bistum jedoch nur Gelder für die Gestaltung des Umfelds bis zum Straßenraum zu erwarten.

Der Bauplatz neben dem Pfarrhaus böte allerdings auch die Möglichkeit, ihn später in Zeiten knapper Kassen kommerziell zu nutzen, was am Kirchplatz nicht möglich wäre. Bei beiden Entwürfen wurde vor allen Dingen die Parksituation als großes Problem angesehen.

Nach der angeregten Diskussion ist nun der Kirchenvorstand aufgefordert, sich für einen Standort zu entscheiden.

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