Anwohner des Stadtsfeldes müssen weiter auf Ampel an der B 225 warten

dzAmpel-Bau

Seit Jahren warten vor allem die Anwohner im Stadtsfeld auf eine Ampel an der Kreuzung Marler Straße (B 225)/Händelstraße. Doch sie müssen weiter warten. Das ist der aktuelle Stand.

Feldmark

, 09.09.2020, 13:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Anwohner im Stadtsfeld müssen sich weiter in Geduld üben. Gerade zu Stoßzeiten warten Linksabbieger von der Händelstraße häufig sehr lange, wenn sich auf der viel frequentierten Marler Straße (B 225) ein Auto an das andere reiht.

Und hin und wieder passieren dort auch Unfälle, wie erst am Montag, wobei es sich laut Straßen.NRW bei diesem Kreuzungsbereich nicht um einen Unfallschwerpunkt handle. Deswegen habe die Baumaßnahme bei Straßen.NRW auch nicht oberste Priorität, wie ein Sprecher des Landesstraßenbauamtes in Bochum auf Nachfrage mitteilte.

Wann kommt die Ampel?

Der Baubeginn der Ampel war für die zweite Jahreshälfte 2020 angestrebt, teilte Straßen.NRW auf Nachfrage der Redaktion im vergangenen Jahr mit. Die Planung sollte demnach im ersten Quartal 2020 abgeschlossen und mit der Stadt Dorsten abgestimmt sein.

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Doch dieser Zeitplan ist längst nicht mehr aktuell. Zwar sei die Planung für die Baumaßnahme bei Straßen.NRW bereits abgeschlossen, momentan laufe jedoch noch ein sogenanntes Verkehrssicherheitsaudit, so der Straßen.NRW-Sprecher. Das bedeutet, dass die gesamte Planung noch von einem zertifizierten Auditoren geprüft werden müsse.

Ist dieses Verfahren dann abgeschlossen, wird die Baumaßnahme ausgeschrieben. Und wann ist dann der Baustart? „In diesem Jahr mit Sicherheit nicht mehr“, muss der Straßen.NRW-Sprecher den Anwohnern alle Hoffnungen nehmen. Auch ein Baustart im ersten Quartal 2021 werde wohl nicht realistisch sei.

Kreuzungsbereich ist keine Unfallhäufigkeitsstelle

Er erläutert: „Da es sich bei diesem Kreuzungsbereich nicht um eine Unfallhäufigkeitsstelle handelt, hat die Baumaßnahme keine oberste Priorität, obwohl die Ampel an der Stelle natürlich verkehrlich sinnvoll ist, um den Verkehrsablauf zu verbessern.“

Die Änderung der für die Anwohner ärgerlichen Verkehrssituation an dieser Stelle hat eine bereits längere Vorgeschichte. Vor gut sechs Jahren hatte ein Anwohner eine Online-Petition für einen Kreisverkehr an der Kreuzung gestartet und rund 1000 Unterstützer gefunden.

Der SPD-Ortsverein Dorsten-Altstadt hatte sich bereits 2005 für einen Kreisverkehr an dieser Stelle eingesetzt. Auch die Stadtverwaltung hatte sich für einen Kreisverkehr stark gemacht und entsprechende Planungen im Kreisverkehrprogramm von 2006 vorgenommen. Straßen.NRW als Baulastträger bevorzugte jedoch eine Ampel.

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