Anwohner der Martin-Luther-Straße waren 15 Tage ohne Telefon und Internet

dzTelekom

15 Tage hatten Jörg Märtens und seine Nachbarn Ende November kein Telefon und kein Internet. Auf die Telekom ist der Holsterhausener nun nicht mehr gut zu sprechen.

Dorsten

, 20.12.2018 / Lesedauer: 3 min

Vier Termine mit einem Mitarbeiter der Telekom verstrichen für Jörg Märtens, ohne dass er je einen Techniker zu sehen bekam. 40 SMS mit dem Kundenservice zählt Märtens auf seinem Handy. Nachfragen, wie zufrieden er mit der Bearbeitung seines Problems sei, erreichten ihn noch, bevor sein Problem überhaupt gelöst war.

Nach mehreren Telefonaten mit der Telekom und stundenlangem Festhängen in der Warteschleife der Hotline, erfuhr er wenigstens den Grund für die Störung: „Ein Subunternehmer der Telekom hatte bei Ausschachtungen anscheinend ein Kabel zerrissen“, erzählt Märtens. Man entschuldigte sich und versicherte ihm, dass man sich umgehend um das Thema kümmere. Doch es passierte nichts.

Mehr als 40 Minuten in der Warteschleife

Immer wieder wartete der Dorstener vergebens auf den Techniker der Telekom, immer wieder verbrachte er zum Teil mehr als 40 Minuten in der Hotline-Warteschleife. Konkrete Informationen erhielt er kaum. Zwischenzeitlich hieß es, man werde die Arbeiter des Subunternehmens durch eigenes Personal austauschen. Internet und Telefon bekam Jörg Märtens dadurch immer noch nicht wieder. „Hier in der Nachbarschaft wohnen auch Leute, die selbstständig und auf Telefon und Internet angewiesen sind. Für die war das natürlich noch härter“, sagt Märtens.

Erst nach insgesamt 15 Tagen funktionierten Telefon und Internet wieder. Die Kabel an der Baustelle liegen jedoch noch immer frei. Märtens fordert nun eine finanzielle Entschädigung für die acht Stunden vergebene Wartezeit aufgrund der Technikertermine und die Übernahme der entstandenen Kosten durch das notwendige Telefonieren mit dem Handy.

Telekom widerspricht Aussagen

Auf Anfrage der Dorstener Zeitung bestätigte die Telekom, dass bei Ausbauarbeiten ein Kabel des Unternehmens beschädigt worden sei. Weiter heißt es: „Das Kabel wurde umgehend repariert. Nach der Instandsetzung wurden leider weitere Fehler im Kabelnetz geortet, diese wurden bis zum 30. November vollständig beseitigt. Seitdem liegen uns keine weiteren Störungen mehr vor. Die Baugruben wurden laut Information unseres Auftragnehmers im Zuge der Störungsbeseitigung geschlossen.“

Laut Märtens funktionierten Telefon und Internet jedoch erst am 5. Dezember wieder und auch die Baugrube wurde seinen Angaben nach erst am 18. Dezember geschlossen.

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