Betrugsmasche

Angebliche Telekom-Mitarbeiter plünderten Tresor einer Dorstener Seniorin aus

Opfer von Betrügern wurde am Freitag (30.7.) eine über 90-jährige Seniorin im Dorstener Stadtteil Feldmark. Die Polizei gibt aufgrund des Falles hilfreiche Tipps zur Vorbeugung.
Die Betrüger gaben sich als angebliche Telekom-Mitarbeiter aus - hier ein Symbolbild. © picture alliance / dpa

Laut Auskunft der Polizei klingelten zwei unbekannte Männer am Freitag gegen 10 Uhr bei der Seniorin und gaben sich als „Telekom-Mitarbeiter“ aus. Sie gaben vor, die Telefon- und Fernseh-Anschlüsse im Haus überprüfen zu müssen. Die Seniorin ließ die Männer daraufhin herein, zumal sie tatsächlich in letzter Zeit Telefonprobleme hatte.

Seniorin sollte den Tresor öffnen

Die angeblichen Techniker erzählten der Frau, dass ein möglicher Tresor schuld daran sein könnte – und sie deshalb mal ihren Tresor öffnen solle, um das zu überprüfen. Die Frau bekam zwar Zweifel, ließ die Männer aber trotzdem „weiterarbeiten“.

Während einer die Seniorin ablenkte, leerte der andere den Tresor, in dem sich Bargeld und Schmuck befanden. Wenig später bemerkte die Frau den Verlust und rief sofort die 110 – die Täter waren da aber schon über alle Berge. Eine sofort eingeleitete Fahndung blieb erfolglos.

Personenbeschreibung abgegeben

Die Seniorin konnte die Betrüger folgendermaßen beschreiben:

  • Ein Mann war etwa 30 Jahre alt, hat schwarze Haare, trug ein kurzes Wolljacket und Turnschuhe.
  • Der andere Mann war etwa 20 Jahre alt, hatte schwarze Haare, trug einen langen schwarzen Mantel und einen schwarzen Mund-Nase-Schutz.
  • Einer von beiden hatte ein „Telekom-Notizbuch“ dabei.

Die Polizei bittet um Hinweise unter Tel. 0800/2361 111.

Der „Haustürbetrug“ ist kein Einzelfall. Die Maschen sind unterschiedlich, aber es geht immer darum, sich unter einem Vorwand Zutritt zu verschaffen, um an die Wertsachen der Opfer zu kommen.

Der Vorwand ist unterschiedlich – mal wird um ein Glas gebeten, mal ist es eine angebliche Überprüfung oder eine dringende Reparatur. Die Eindringlinge sind oftmals schauspielerisch begabt und wirken deshalb im ersten Moment „echt“. Um sich zu schützen, gibt die Polizei folgende Tipps:

  • Lassen Sie keine Fremden in Ihre Wohnung.
  • Bestellen Sie Unbekannte zu einem späteren Zeitpunkt wieder, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist.
  • Wehren Sie sich energisch gegen zudringliche Besucher, sprechen Sie sie laut an oder rufen Sie um Hilfe.
  • Lassen Sie nur Handwerker in Ihre Wohnung, die Sie selbst bestellt haben oder die von der Hausverwaltung angekündigt worden sind. Das gleiche gilt für vermeintliche Vertreter der Stadtwerke.
  • Und: Sprechen Sie mit Ihren Eltern und/oder Großeltern über die Maschen der Betrüger und bitten Sie um besondere Vorsicht.

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