Ohne Rückstau vor der Ampel ist der Vorwegweiser auf der Fahrbahn zu erkennen. Das einzige Schild an der Kreuzung (r.) ist allerdings immer durch einen Baum verdeckt. © Stefan Diebäcker
Verkehr

An großer Kreuzung in Dorsten fehlt vielen Autofahrern der Durchblick

Sie ist eine der meistbefahrenen Kreuzungen in Dorsten. Doch wer sich nicht auskennt, hat ein Problem. Schilder und Vorwegweiser sind an dieser Stelle meist keine große Hilfe.

Udo Stratesteffen hat „kritische Situationen“, wie er sie nennt, schon oft erlebt. „Vor der Kreuzung Südwall/Julius-Ambrunn-Straße/Gladbecker Straße wechseln vor allem Lkw-Fahrer ständig im letzten Moment die Fahrspur“, sagt er. Damit sie nach links auf den Willy-Brand-Ring abbiegen können.

Zwei Probleme erschweren vor allem ortsunkundigen Autofahrern die Situation. Die sogenannten „Vorwegweiser“ befinden sich erst in Höhe der Sparkasse auf der Fahrbahn und sind bei einem (häufigen) Rückstau an der Ampel nicht zu sehen. Und das einzige Schild unmittelbar vor der Kreuzung ist durch Bäume ebenfalls verdeckt.

Die Lösung könnte also lauten: ein zusätzliches Schild aufstellen, etwa in Höhe der alten Post. Und einen Baum an der Julius-Ambrunn-Straße fällen, damit das Laub nicht mehr die Sicht auf den Wegweiser nimmt. Doch da spielt Straßen NRW nicht mit.

Frühere Schilder und Wegweiser irritieren nur

Behördensprecherin Isabell Riedel räumt ein, dass die Situation tatsächlich verzwickt sei. Weil es etwa 100 Meter vor der großen Kreuzung ja noch einen zweiten Knotenpunkt (Südwall/Julius-Ambrunn-Straße/Vosskamp) gebe, könne der Vorwegweiser, der die neue Fahrstreifenteilung anzeigt, nicht vorverlegt werden. Und deshalb könne auch kein weiteres Schild deutlich vor der Kreuzung aufgestellt werden. „Das würde dann ja vor dem falschen Knotenpunkt stehen und für noch mehr Irritationen sorgen.“

Bleibt noch die Sache mit den Bäumen: Beschneiden bringe „keinen wesentlichen Vorteil für die Sicht“ auf das Schild, glaubt die Sprecherin von Straßen NRW. „Dann müssten schon alle fünf Bäume beseitigt werden, aber das würde den Alleecharakter der Julius-Ambrunn-Straße und das Stadtbild beeinträchtigen.“

Das bedeutet im Klartext: Es ist, wie es ist, nicht optimal, aber auch nicht zu ändern. Riedel: „Deshalb ist an dieser Stelle insbesondere eine den Verkehrsverhältnissen angepasste und rücksichtsvolle Fahrweise der Verkehrsteilnehmer angebracht, wie es im Straßenverkehr die Regel sein sollte.“

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Redaktionsleiter in Dorsten
Veränderungen gab es immer, doch nie waren sie so gravierend. Und nie so spannend. Die Digitalisierung ist für mich auch eine Chance. Meine journalistischen Grundsätze gelten weiterhin, mein Bauchgefühl bleibt wichtig, aber ich weiß nun, ob es mich nicht trügt. Das sagen mir Datenanalysten. Ich berichte also über das, was Menschen wirklich bewegt.
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Stefan Diebäcker

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