Altro Mondo im Visier der Landesregierung: Kontrollen in Dorsten und weiteren Städten

Altro Mondo

In Dorsten und neun weiteren Städten fand am Dienstag eine Kontrollaktion zur Aufdeckung von Misständen bei Wohnungen von Problem-Vermieter Altro Mondo statt.

Dorsten

, 17.09.2019, 16:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Altro Mondo im Visier der Landesregierung: Kontrollen in Dorsten und weiteren Städten

Auf Initiative des NRW-Bauministeriums von Ina Scharrenbach wurden in zehn Städten Wohnungen im Besitz der Deutschen Grundbesitz AG (Degag) kontrolliert, die von Altro Mondo verwaltet werden. © dpa

Die NRW-Landesregierung hat gemeinsam mit zehn Städten am Dienstag eine landesweite Kontrolle zur Aufdeckung von Missständen in Wohnungen von Degag/Altro Mondo durchgeführt. Kontrolliert wurden auch Wohnungen in Dorsten.

Rund 250 Mieter in Dorsten leben in Wohnungen, die von Altro Mondo verwaltet oder vermietet werden. In der Vergangenheit gab es immer wieder Probleme. In zwei Mietshäusern am Himmelsberg wurde beispielsweise das Wasser abgestellt, nachdem Altro Mondo die Wasserrechnung nicht bezahlt hatte (DZ+).

An der gemeindeübergreifenden Kontrollaktion am Dienstag beteiligten sich neben Dorsten die Städte Castrop-Rauxel, Dortmund, Duisburg, Hagen, Herne, Kamen, Lemgo, Oerlinghausen und Wuppertal.

Vergleichbare Probleme in allen Kommunen

Die Kommunen hatten sich auf Initiative des NRW-Bauministeriums vernetzt, nachdem vergleichbare Probleme mit Altro Mondo aufgetreten waren. Der auch für Dorsten zuständige Landtagsabgeordnete Michael Hübner (SPD) hatte von einem strukturellen Problem gesprochen und kritisiert, dass „die unzureichende Erfüllung der Pflichten von Vermietern offenbar zum Geschäftsmodell des Unternehmens gehört“.

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Nach allen Darlegungen aus den Kommunen habe sich gezeigt, dass Zahlungsrückstände oder Maßnahmen zur Instandhaltung oftmals erst auf wiederholtes Tätigwerden von Behörden ausgeglichen oder betrieben würden, teilte NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach jetzt mit: „All das passiert auf dem Rücken der Mieterinnen und Mietern.“

Solche Unternehmen würden das Vertrauensverhältnis zwischen Vermieter und Mietern massiv belasten und das Gesamtbild der Wohnungswirtschaft schädigen, so Scharrenbach weiter: „Das wollen wir in Nordrhein-Westfalen nicht.“

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