Alle Fragen und Antworten zum Programm der Extraschicht in Dorsten

Extraschicht 2019

Das Creativ-Quartier Fürst Leopold und die Stiftsquelle verwandeln sich am Samstag (29.6.) bei der „Extraschicht“ in leuchtende (Kultur-)Landschaften. Hier Fragen und Antworten zum Programm.

Dorsten

, 28.06.2019, 13:30 Uhr / Lesedauer: 4 min
Alle Fragen und Antworten zum Programm der Extraschicht in Dorsten

In der Kaue sind spektakuläre Light-Shows zu sehen. © Andreas Heuser

Voll, voller, am vollsten: Mehrere tausend Menschen bevölkerten im vergangenen Jahr das Gelände des Creativ-Quartiers Fürst Leopold oder standen in langen Warteschlangen bei der Stiftsquelle an der Buerer Straße 368. Das dürfte bei ähnlich heißen Temperaturen am Samstag (29. Juni) nicht anders sein. Denn beide Spielorte sind erneut Schauplätze der revierweiten „Extraschicht“, die - organisiert von der „Ruhrgebiets-Tourismus“ - an 50 Stätten in 24 Städten zur „Nacht der Industriekultur“ einlädt.

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Auch Walking-Acts sind im Programm. © Michael Heuser

Live-Musik und Ausstellungen, Lasershow und Zechen-Führungen: Auf dem Hervester Fürst-Leopold-Gelände öffnen Lohnhalle, Kaue und Maschinenhalle, Vinylcafé und Traumfänger-Galerie ab 18 Uhr bis nach Mitternacht ihre Türen. Das städtische Begegnungszentrum „Das Leo“ bietet im Gegensatz zum Vorjahr kein Programm.

Wo gibt es Tickets, wie teuer sind sie?

Das Gelände des Creativ-Quartiers selbst und alle Gastronomie-Betriebe sind während der Extraschicht frei zugänglich. Für die Kulturangebote in den Gebäuden allerdings braucht man ein Eintritts-Ticket. Das gibt es in zwei Varianten: Für 17 Euro (ermäßigt: 14 Euro, Tageskasse: 20 Euro), damit ist der Eintritt zu allen Spielorten und die Nutzung der Shuttle-Busse und VRR-Angebote inklusive. Erhältlich ist es im Vorverkauf in Dorsten in der Stadtinfo, Recklinghäuser Straße 20. Und: Wer eine Ruhr-Topcard besitzt (erhältlich unter anderem in der Stadtinfo) zahlt für das revierweite Extraschicht-Ticket nur 8,50 Euro.

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Die Band „Tuesday Market" präsentiert Cover-Rock in der Lohnhalle. © Privat

Wer nicht in andere Revierstädte will, sondern, sondern nur in Dorsten das Programm auf Fürst Leopold oder bei der Stiftsquelle erleben will, kann dort jeweils auch ein Extra-Spielort-Ticket für 12 Euro erwerben. Dieses gibt es an der Abendkasse an den beschilderten Verkaufsstellen auf dem Zechengelände oder bei der Stiftsquelle. Heißt: Wer am Samstag beide Dorstener Spielorte besuchen will, kommt mit dem Kauf dem revierweiten Tickets günstiger weg. Weit mehr als 1000 Besucher haben übrigens im Vorjahr in Dorsten ein reines Spielort-Ticket erworben.

Was ist in der Lohnhalle zu sehen?

Von 18 bis 21 spielen hier das Blasorchester und das Akkordeonorchester der Musikschule Dorsten auf. Anders als zunächst geplant, tritt die anschließend um 21 Uhr eingeplante Band „Tuesday Market“ in der Traumfänger-Galerie auf.

Was präsentiert die Kaue?

Zehn junge Künstlerinnen und Künstler aus Münster zeigen ihre Arbeiten in der historischen Steigerkaue. Sie zeigen Malerei, Zeichnung, Skulptur und Installation und gehen dabei auf die besonderen Bedingungen des Ortes ein. Frei von thematischen Vorgaben setzen sie sich formal oder inhaltlich mit dem historischen Ort auseinander. Dabei entstand zum Beispiel eine Rauminstallation aus zusammengetragenen und vor Ort gefundenen Materialien. Ab 22.30 Uhr gibt es zudem wieder die spektakulären Laser-Shows.

Ist das Vinylcafé geöffnet?

Auch das Vinylcafé von Heinz-Bernd Töns im ehemaligen Trafo-Gebäude wird natürlich wieder zum Schauplatz. Von 18 bis 20 Uhr wird „Teneja’s Deleigt“ mit rockiger Stimme heiße Klassiker präsentieren, anschließend treten „Schall & Rau(s)ch“ auf, als Aftershow gibt’s von DJ Phil was auf die Ohren, der schon bei verschiedenen Partys in der Traumfänger-Galerie aufgetreten ist.

Was ist in der Traumfänger-Galerie zu sehen und zu hören?

Von 18 bis 22 Uhr gibt es hier zwei Filmpräsentationen: einen von Filmemacher Werner Kubny über den Künstler Norbert Then, der lange an Ort und Stelle gewirkt hat, der andere Film dokumentiert die Entwicklung des Zechengeländes Fürst Leopold. Um 21 Uhr treten „Tuesday Market“ auf der Bühne auf, eine 80er-Jahre-Cover-Band - etwas abseits vom Mainstream verbinden sie Klassiker und weniger bekannte Songs zu einer interessanten Mischung: Ultravox, Simple Minds, U2, Flock of Seagulls, Joachim Witt, The Cure, BAP, Billy Idol und Duran Duran. Ab 23 Uhr bittet zur Abschluss-Party die hiesige Coverband „Rock’n’Rollators, bestehend aus sechs Musikern, die einen Mix aus Rock-, Blues- und Popmusik der vergangenen 40 Jahre präsentieren von Marius Müller-Westernhagen, Bryan Adams, Foo Fighters bis hin zu Amy Macdonald.

Wie beteiligt sich der Bergbauverein am Programm?

In der Maschinenhalle des Bergbauvereins sind Bergbau-Fotografien von Peter Koerber zu sehen, dazu die aktuelle ViVi-Ausstellung „Vor Ort“ des chinesischen Künstlers Qiwei Zhang und Studenten der Hochschule für bildende Künste in Essen sowie das „Leopold-Regal“.

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Christian Schigulski tritt mit seiner Band in der Maschinenhalle auf. © TMalcharek

Der Bergbauverein bietet Führungen an und setzt die Dampfmaschine in Bewegung. Dazu gibt es zwei musikalische Acts: „Pam and the Radiofaces“ spielen Acoustic-Cover-Songs, die Christian Schigulski Band präsentiert Rock und Blues mit Texten über das Alltagsleben im Ruhrgebiet.

Gibt es Aktivitäten auf dem Außengelände?

Ja. Wer zum Beispiel das Schnitzeljagd-Rätsel der Hammer-Escape-Room-Show an verschiedenen Stationen auf dem Areal löst, den erwartet im Ziel ein kleines persönliches Erinnerungsgeschenk. Dazu gibt es Walking Acts, Feuerkünstler und gastronomische Angebote. Und eine spektakuläre Premiere: Um 22.30 Uhr wird unter dem Förderturm ein spektakuläres Feuerwerk gezündet.

Und sonst?

Der Autorestaurierer „HECC - High End Classic Cars“ an der Fürst-Leopold-Allee 73“ erlaubt den Besuchern von 18 bis 23 Uhr einen Blick hinter die Kulissen.

Was macht die Stiftsquelle?

Eine ganze Menge. Wie im Vorjahr beteiligt sich die Stiftsquelle Dorsten, Buerer Straße 368, an der Aktion und bietet die einmalige Gelegenheit, während der nächtlichen Produktion das in ein Meer aus Farben gehüllte Werk zu besichtigen. Inmitten ratternder Flaschen und Kästen erleben die Besucher, wie zukunftsorientierte Technologie mit familiären Werten zusammenspielt. Audiovisuell anspruchsvolle Führungen zeigen, wie das Wasser aus der Erde in die Flasche kommt.

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Bei der Stiftsquelle mussten die Besucher im vergangenen Jahr für eine Führung sogar anstehen. © Michelle Hoffmann

Mit der Bimmelbahn „Rasende Bertha“ kann zudem das Gelände erkundet werden. Lager- und Produktionshallen werden dann durchquert. Die Mitarbeiter stehen während eines Diskussionsforums für Fragen zur Verfügung. Und natürlich muss niemand hungrig oder durstig nach Hause fahren, denn es gibt Trink- und Essmöglichkeiten rund um das Thema. Dazu spielt die Band „Jim Buttons“ ihr Rock-Cover-Programm.

Wie läuft das mit der Shuttle-Anbindung?

Für die Wege zwischen den einzelnen Spielorten im Ruhrgebiet werden 19 kostenlose Shuttlebuslinien eingerichtet. Diese fahren von 18 bis 2 Uhr am Sonntag im 15- oder 30-Minuten Takt. Das Fürst Leopold-Gelände und die Stiftsquelle sind per Shuttlelinie ES 13 an den Chemiepark Marl angebunden - die Shuttle-Busse können allerdings nur diejenigen nutzen, die das revierweit gültige Ticket besitzen. Das 12-Euro-Spielort-Ticket ist nicht für die Shuttle-Busse gültig. Aber: Sowohl am Zechengelände als auch an der Stiftsquelle gibt es auch Parkplätze für die Autofahrer.

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