Alexander Lust sitzt in Kasachstan fest

WULFEN Seit vier Wochen und drei Tagen wird der Wulfener Alexander Lust in Kasachstan festgehalten.

von Von Michael Klein

, 28.07.2008, 18:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Alexander Lust an seinem Arbeitsplatz in Wulfen.

Alexander Lust an seinem Arbeitsplatz in Wulfen.

„Dieses Gebetbuch wurde beschlagnahmt, ebenso der Reisepass unseres Mitarbeiters“, erzählt der Inhaber des Wulfener Natursteinwerks. Inzwischen habe der Wulfener, zu dem Achim Trauzettel in telefonischem Kontakt steht, seinen Pass wieder, dürfe sich auch frei im Land bewegen. Nur: „Er musste unterschreiben, solange nicht auszureisen, bis eine Expertise zum Gebetbuch erstellt ist.“ Dies könne bis zu drei Monate dauern, von einem möglichen Strafverfahren ganz zu schweigen.

Seit seiner Umsiedlung vor 13 Jahren arbeitet der Deutsch-Kasache, ein promovierter Künstler, im Wulfener Natursteinwerk. „Mein bester Mann. Meine Firma braucht ihn als Mitarbeiter, seine Familie als Vater“, schrieb Achim Trauzettel an die Behörden. Das  Auswärtige Amt antwortete ihm, jeder sei selbst schuld, wenn er in dieses Land reist. „Dabei hat es nicht einmal eine offizielle Reisewarnung herausgegeben.“ Achim Trauzettel befürchtet, dass dies alles eine Frage des „Bakschisch“ sei. „Alexander Lust hatte nur 200 Euro in der Tasche, wohl zu wenig für drei Vernehmungsbeamte.“

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