Aldi-Nord möchte seine Filiale in Dorsten-Holsterhausen deutlich vergrößern

dzUmbaupläne

Der Großdiscounter hat große Pläne für Holsterhausen und möchte die bisherige Verkaufsfläche an der Borkener Straße um die Hälfte erweitern. Doch eine Hürde ist dafür noch zu nehmen.

Holsterhausen

, 19.02.2019 / Lesedauer: 3 min

Der Konzern Aldi-Nord möchte seinen Discounter-Markt an der Borkener Straße erheblich erweitern und modernisieren. 800 Quadratmeter ist die Verkaufsfläche derzeit groß, auf 1200 Quadratmeter soll die Filiale erweitert werden. So sehen es die Pläne des Großdiscounters vor. Doch bevor die Bagger in Holsterhausen anrollen, müssen zunächst einmal die Verwaltung und die Politik in Dorsten ihr Einvernehmen erteilen.

Änderung des Bebauungsplans notwendig

Denn für das Vorhaben von Aldi ist eine Änderung des dort geltenden Bebauungsplans notwendig, der eine Verkaufsfläche der geplanten Größenordnung bisher nicht erlaubt. Über dieses Thema berät der Ausschuss für Umwelt und Planung in seiner nächsten Sitzung am Dienstag (26. Februar) ab 17 Uhr im Rathaussaal an der Halterner Straße.

Bei der Stadt sieht man keine Gründe, den Planungen von Aldi nicht zuzustimmen. Denn laut dem jüngst verabschiedeten Dorstener Einzelhandelskonzept soll für das Nebenzentrum Holsterhausen „der Erhalt und die langfristige Sicherung der Angebotsqualität und -vielfalt angestrebt werden“. Was laut Stadt beinhalte, dass man die Angebote an die gesteigerten Ansprüche der Konsumenten anpassen müsse.

Kunden wollen mehr Komfort

Und gerade mit dem „höheren Komfortanspruch der Kunden“ und dem „Bedarf an zusätzlicher Infrastruktur“ argumentiert der Konzern in seinem Antrag an die Stadt. Heißt: Auch am Standort Holsterhausen will Aldi seine derzeit bundesweit laufende milliardenschwere Modernisierungsoffensive umsetzen: mehr Platz, breitere Gänge, ein vergrößertes Angebot frischer Ware, neue Lichtoptik.

Die Pläne sehen vor, das Gebäude in Richtung Süden zu erweitern. Die Parkplätze bleiben weiterhin vor dem Gebäude, neue Parkplätze werden auf der jetzigen Brachfläche errichtet. 100 Stellplätze sollen es insgesamt werden. Unverändert soll die Anlieferung des Marktes bleiben, die auch zukünftig nördlich zwischen Getränkemarkt und Lebensmitteldiscountmarkt liegt.

Bisherige Zufahrten bleiben

Auch die Erschließungswege für die Autofahrer und sonstigen Kunden sollen weiterhin über die bestehenden zwei Zufahrten, die an die B 224 (Borkener Straße) angrenzen, möglich sein. Die für den Betrieb des Lebensmitteldiscountermarktes notwendigen Verwaltungs-, Neben- und Lagerräume werden im nördlichen Teil des Gebäudekörpers errichtet.

Der Stadt würden durch die Erweiterung keine Kosten entstehen, da Aldi auch die Kosten des Planverfahrens übernehmen müsste. Wann es mit dem Umbau losgehen könnte, steht derzeit noch nicht fest. Denn bevor der neue Bebauungsplan endgültig auf den Weg gebracht werden kann, müssen zunächst einmal die Öffentlichkeit und die Behörden beteiligt werden.

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