Aktion

Aktion Heimspiel: Stadt Dorsten verwandelt Gärten in kleine Bolzplätze

Weil auch Sport nur eingeschränkt möglich ist, soll Kindern eine Freude gemacht werden. Die Aktion Heimspiel verwandelt Dorstener Gärten in kleine Bolzplätze.
Der VfB Pfinzweiler und der VfL Straubenhardt aus Baden-Württemberg sorgen mit der Aktion #wirbringendenbolzplatznachhause bereits für viele strahlende Kinderaugen. © JFV Straubenhardt

Die Corona-Pandemie trifft auch die Kinder und Jugendlichen hart. Einschränkungen in vielen Bereichen haben dazu geführt, dass auch ihr Alltag sich vollkommen verändert hat.

Unterstützung durch Platzwarte der SV RW Deuten

Schrittweise sorgen Lockerungen nun dafür, dass Kinder und Jugendliche wieder täglich die Schule besuchen, dass sie in Vereinen gemeinschaftlich ihren Hobbys nachgehen können und dass sie sich wieder, wenn auch noch begrenzt, wieder mit Freunden treffen dürfen. Mit Unterstützung der Platzwarte des SV RW Deuten sorgt die Stadt Dorsten jetzt für eine Überraschung und im wahrsten Sinne des Wortes für echte Heimspiele. Das Motto: „Wir bringen den Bolzplatz nach Hause!“

Auch Fußball konnte in Zeiten der Pandemie lange gar nicht und einige Zeit nur eingeschränkt gespielt werden. Dorstenerinnen und Dorstener haben jetzt die Möglichkeit, ihren heimischen Garten zu einem eigenen kleinen Stadion umfunktionieren zu lassen.

Möglich macht es ein Team aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt Dorsten sowie Mitgliedern des SV Rot-Weiß Deuten, das mit einem mobilen Streufahrzeug vorbeikommt und mit umweltverträglicher Flüssigkreide auf der Rasenfläche Linien und Torräume einzeichnet.

Unikate sollen entstehen

Auch Bürgermeister Tobias Stockhoff hat angekündigt, beim Abkreiden eines kleinen Fußballplatzes behilflich zu sein. Bei der Aktion geht es ganz bewusst nicht darum, den perfekten Platz mit klassischen Maßen zu „streuen“, sondern um Unikate, damit die Partien tatsächlich zu echten Heimspielen werden.

Selbst wenn Bäume oder Spielgeräte für besondere Platzverhältnisse sorgen: kein Problem.

So könnte ein Bolzplatz aussehen. © VfB Pfinzweiler © VfB Pfinzweiler

Für leuchtende Kinderaugen sorgt auf diese Art und Weise übrigens schon seit ein paar Tagen der VfB Pfinzweiler aus der gleichnamigen baden-württembergischen 800-Einwohner-Gemeinde.

Familien, die in Dorsten Teil der Aktion sein möchten, bewerben sich bis zum 10. Juni über dieses Formular: www.dorsten.de/Heimspiel

Mit etwas Glück folgt in den nächsten Tagen ein Anruf des Dorstener „Streuteams“ zur Terminabstimmung. Im Gepäck hat das Team auch zwei Mini-Tore sowie einen Fußball.

Sportkoordinator Michael Maiß erklärt: „In unserer Stadt spielen viele, viele Mädchen und Jungen leidenschaftlich gerne in zehn Vereinen Fußball. Auch sie mussten in den vergangenen Monaten fast vollständig auf ihr Hobby verzichten. Für mich hat es als Kind nichts Schöneres gegeben, als mit meinen Freunden auf dem Bolzplatz zu kicken.“

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