AfD lädt in Dorsten erstmals zu einem „Bürgerdialog“ in eine Schul-Aula

Am 17. September

Im Februar war die AfD mit dem Versuch, eine Großveranstaltung in Dorsten zu organisieren, gescheitert. Jetzt ist ein passender Ort für einen sogenannten „Bürgerdialog“ gefunden.

Dorsten

, 27.08.2019, 13:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
AfD lädt in Dorsten erstmals zu einem „Bürgerdialog“ in eine Schul-Aula

Die AfD richtet am 17. September eine öffentliche Veranstaltung mit drei Bundestagsabgeordneten aus. © picture alliance/dpa

Zum ersten Mal richtet der AfD-Stadtverband eine Veranstaltung in Dorsten aus, zu der „jeder Bürger ohne Anmeldung kommen kann“, sagt Sprecher Marco Bühne. Zu den monatlichen Stammtischen der Partei müssen sich Interessenten bekanntlich per E-Mail anmelden, der Ort wird öffentlich nicht preisgegeben.

Drei Bundestagsabgeordnete sind angekündigt

Anders ist das am 17. September. Gut zwei Wochen nach den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg (1. September) treten drei Bundestagsabgeordnete der AfD-Landesgruppe NRW ab 19 Uhr in der Aula des Gymnasiums Petrinum, Im Werth 17, auf. Martin F. Renner, Jochen Haug und Dr. Michael Espendiller halten Impulsvorträge zu „gesellschaftlich relevanten Themen“, teilte die Partei am Montagabend mit.

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Es geht um Volksabstimmungen auf Bundesebene, Klimawandel und Energiewende und um die für die AfD wichtige Frage, wie „aus dem Linksstaat ein Rechtsstaat“ gemacht werden kann. Dorstens AfD-Chef Marco Bühne betont: „Es besteht im Anschluss an die Vorträge natürlich die Möglichkeit zur Diskussion.“ Aus diesem Grund hat Bühne Bürgermeister Tobias Stockhoff und die Ratsmitglieder gesondert eingeladen.

Gemeinschaftshaus lehnte Veranstaltung ab

Anfang Februar war die AfD mit dem Versuch gescheitert, eine Großveranstaltung im Gemeinschaftshaus Wulfen auszurichten. Die Arbeiterwohlfahrt als Trägerin des Gemeinschafshauses hatte die Anfrage der Partei zurückgewiesen, weil „das Parteiprogramm der AfD und rassistische Äußerungen einzelner Politiker mit unseren Grundwerten nicht vereinbar“ sei. Die AfD war deshalb nach Waltrop ausgewichen.

Mit der Aula des (städtischen) Gymnasiums Petrinum gibt es keine Probleme. Stadtsprecher Ludger Böhne hatte vor einem halben Jahr schon betont, dass Räume in Schulen Parteien überlassen werden können, „wenn schulische Belange nicht beeinträchtigt werden“. Innerhalb der letzten sechs Wochen vor Wahlen werden politische Veranstaltungen in Schulen allerdings nicht mehr genehmigt.

Die AfD hatte die Petrinum-Aula damals gar nicht erst angefragt, weil ihr wohl die Kapazität (ca. 350 Besucher) nicht ausreichend erschien. Das ist diesmal offenbar anders.

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