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Äste fallen auf drei Autos an der Alleestraße in Dorsten - Anlieger sind sauer auf Stadt

dzBaumärger

„Muss immer erst was passieren?“ Anita Rausche ist sauer. Drei Autos vor der „Kosmetik am Park“ sind Dienstag von dicken Ästen beschädigt worden. Anita Rausche macht der Stadt Vorwürfe.

Dorsten

, 05.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Ich dachte, da wäre ein Unfall passiert“, erinnert sich Meike Ewens an das plötzliche Krachen, das sie am Dienstagnachmittag vor der „Kosmetik am Park“ aufschreckte. Sie schaute vor ihrem Studio an der Alleestraße nach und sah einen dicken Ast auf dem Auto von Kundin Sabine Heine liegen. „Das ganze Dach war verbeult.“ Auch ihr eigenes Auto hat Schrammen und Beulen abbekommen. „Das habe ich erst vor vier Monaten gekauft.“ Und das Auto von einer anderen Kundin sah nicht besser aus. Was Meike Ewens und ihre Mutter Anita Rausche, die ihrer Tochter im Kosmetikstudio hilft, am meisten ärgert? Sie haben es kommen sehen.

Äste fallen auf drei Autos an der Alleestraße in Dorsten - Anlieger sind sauer auf Stadt

Das Dach des Autos ist zerbeult. © Jennifer Uhlenbruch

Vor der „Kosmetik am Park“ gibt es mehrere Parkplätze auf einem privaten Grundstück. Die Grünfläche davor zwischen Südwall/Voßkamp/Alleestraße mit drei hohen Platanen gehört aber der Stadt. „Wir rufen seit zwei Jahren immer wieder bei der Stadt an. Denn die Fläche wird nicht sauber gemacht. Wir holen den Müll da raus. Und die Bäume werden nicht beschnitten“, ärgert sich Anita Rausche.

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Vor zwei, drei Wochen habe sie das letzte Mal zum Hörer gegriffen. „Die vertrockneten Äste sollten weggenommen werden. Die ganze Stadt wird neu gemacht, aber die Dinge, die alt sind, lässt man verkommen.“ Sie habe aber auch nach ihrem letzten Anruf keinen Mitarbeiter der Stadt vor dem Kosmetikstudio gesehen. „Muss immer erst etwas passieren?“ Nicht nur auf dem Parkplatz hätten dicke Äste Kunden treffen können. „Das ist auch ein Schulweg hier. Kinder hätten den Ast auf den Kopf bekommen können.“

Kontrollen mindestens zweimal im Jahr

Die Stadt teilte auf Nachfrage mit: „Alle städtischen Bäume werden mindestens zweimal im Jahr vom Boden aus auf mögliche Schäden begutachtet. Bei Bedarf finden zusätzlich Kontrollen von Kronen mit einem Hubsteiger statt.“ Komme es durch einen Baum zu einem Schaden, sei im Einzelfall ein möglicher Schadenersatzanspruch zu prüfen. „Ist ein gesunder Ast herausgebrochen, wird die Versicherung der Stadt Dorsten in der Regel nicht dafür eintreten. Falls bei Baumkontrollen ein toter Ast übersehen wurde und dieser verursacht einen Schaden, so wird dieser in der Regel von der Versicherung der Stadt getragen.“

Die genauen Gründe für den Astausbruch an der Alleestraße müssten noch untersucht werden, so die Stadt. Am Mittwochvormittag waren drei Mitarbeiter vor Ort, um Äste aus den drei Bäumen zu entfernen.

Äste fallen auf drei Autos an der Alleestraße in Dorsten - Anlieger sind sauer auf Stadt

Mitarbeiter der Stadt haben trockene Äste entfernt. © Jennifer Uhlenbruch

Um Klarheit zu schaffen, ob es sich um einen gesunden oder toten Ast handelte, müssten die Geschädigten einen Antrag stellen. Das wollen Meike Ewens und Kundin Sabine Heine tun. Sabine Heine war am Mittwochvormittag vor allem erleichtert, dass ihr der Ast nicht auf dem Kopf gefallen ist, als sie das Kosmetikstudio verließ.

Der Wagen ihres Lebensgefährten - seit drei Wochen in seinem Besitz - sei ein wirtschaftlicher Totalschaden und ihr Wellnesstag bei der Kosmetikerin jäh beendet gewesen, aber: „Es hätte auch mich treffen können.“ Sie sei generell sehr vorsichtig, wenn Unwetter angesagt sei. „Aber am Dienstagnachmittag war kein Wind“, sagen die Betroffenen einstimmig.

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