Acht verkaufsoffene Sonntage in Dorsten geplant - aber nur in drei Stadtteilen

dzVerkaufsoffene Sonntage

Acht verkaufsoffene Sonntage soll es in diesem Jahr in Dorsten geben. Sie verteilen sich aber auf nur drei Stadtteile. Die Termine stehen bereits fest, der erste ist schon bald.

Dorsten

, 26.02.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Stadtrat in Dorsten beschließt in seiner Sitzung am 4. März den „Erlass einer Ordnungsbehördlichen Verordnung über das Offenhalten von Verkaufsstellen an Sonn- und Feiertagen im Gebiet der Stadt Dorsten“. Gerade noch rechtzeitig vor dem ersten verkaufsoffenen Sonntag in diesem Jahr.

Erster verkaufsoffener Sonntag in der Altstadt

Denn bereits am 29. März öffnen die Geschäfte in der Altstadt zum ersten Mal in diesem Jahr an einem Sonntag von 13 bis 18 Uhr. An diesem Wochenende findet „Dorsten is(s)t mobil“ statt, eine Autoschau mit kulinarischem Rahmenprogramm vom Platz der Deutschen Einheit bis zum Lippetor. Es wird der erste von insgesamt acht verkaufsoffenen Sonntagen in diesem Jahr in Dorsten sein.

Neben der Dorstener Interessengemeinschaft Altstadt (DIA) haben wie 2019 nur zwei andere Werbegemeinschaften Shopping-Sonntage beantragt: Wir für Holsterhausen und die Lembecker Interessengemeinschaft. Die Werbegemeinschaft Hervest verzichtet wie im Vorjahr auf einen Aktionssonntag der Kaufleute, obwohl im Juni das Bergfest gefeiert wird - erstmals allerdings am „Leo“ und nicht mehr am Glück-Auf-Platz.

In Rhade und Wulfen gibt es keine größeren lokalen Veranstaltungen und somit auch keine verkaufsoffenen Sonntage.

Die Terminübersicht

  • Altstadt: 29. März (Dorsten i(s)st mobil), 14. Juni (Altstadtfest), 27. September (Herbstfest) und 8. November (Lichterfest)
  • Holsterhausen: 26. April (Blumenfest) und 6. September (Familienfest)
  • Lembeck: 3. Mai (Tiermarkt) und 6. September (Stoppelfest)

Es kommt also zu einer Termin-Doppelung am 6. September. Allerdings ist das Publikum beim Familienfest in Holsterhausen und beim Stoppelfest in Lembeck eher örtlich begrenzt, anders als zum Beispiel beim Tiermarkt in Lembeck oder beim Herbstfest in der Altstadt.

Ein Zusammenhang zu einem Fest ist zwingend

Die verkaufsoffenen Sonntage in Dorsten finden jeweils im Zusammenhang mit örtlichen Veranstaltungen (Feste und Märkte) statt, die allesamt auf eine lange Tradition zurückblicken. Auch dürfen nur Geschäfte in unmittelbarer Nähe der Veranstaltung öffnen, während des Altstadt- oder Hebstfestes beispielsweise seit einigen Jahren nicht mehr die Firmen im Gewerbegebiet Ost.

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Eine juristische Auseinandersetzung mit der Gewerkschaft Verdi, die seit Jahren gegen verkaufsoffene Sonntage in vielen Städten vorgeht und oftmals auch Erfolg hatte, hat die Stadtverwaltung bislang erfolgreich verhindern können. Vor drei Jahren gab es aufwendige Besucherbefragungen in allen betroffenen Stadtteilen mit dem Ergebnis, dass die meisten Menschen wegen der Veranstaltung und eben nicht wegen der geöffneten Geschäfte gekommen waren. Vor Gericht wäre das ein wichtiges Argument.

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