Abgebauter Tisa-Brunnen: Zwei Relief-Abgüsse als Diskussionsgrundlage

Tisa-Brunnen

Ein Beton-Unternehmen wird von zwei Reliefplatten des abgebauten Tisa-Brunnens in Dorsten Abgüsse erstellen - sie sollen als Muster dienen, wie der Nachfolgebrunnen aussehen könnte.

Dorsten

22.08.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Von diesen beiden Reliefplatten des ehemaligen Tisa-Brunnens werden Abgüsse erstellt.

Von diesen beiden Reliefplatten des ehemaligen Tisa-Brunnens werden Abgüsse erstellt. © Privat

Nachdem der sanierungsbedürftige Tisa-Brunnen auf dem Marktplatz abgebaut worden war, hatte die Politik im Juni beschlossen, dass am alten Standort erneut ein Brunnen errichtet wird. Ob dies eine Nachbildung des bekannten Wasserspiels sein soll oder ein neuer Entwurf, der Wertschätzung für das Wirken von Tisa zum Ausdruck bringt – diese Frage soll unter Beteiligung der Bürger beantwortet werden.

Mit Blick auf eine mögliche Nachbildung des Brunnens hatte das Dorstener Unternehmen „Voßbeck-Elsebusch Betonprodukte“ angeboten, von zwei ausgewählten Relief-Platten kostenfrei Abgüsse zu erstellen – sozusagen als „Muster“ für die weitere Diskussion. Die Stadt hat jetzt mit dem Steinbildhauer Rainer Kuehn, der die Reliefplatten gesichert hat, zwei Motive ausgewählt.

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Es handelt sich dabei um je eine Bild- und eine Schriftplatte mittlerer Qualität. Die Bildplatte zeigt das Flussschiff „Dorstener Aak“. Die Schriftplatte erzählt von „ungebetenen Gästen“ in der Stadt – also kriegerischen Angriffen, Gefangennahmen sowie drei Pestausbrüchen in Dorsten.

Bürgerbeteiligung

Es wird etwa acht Wochen dauern, bis die Abgüsse fertiggestellt sind. Diese sollen einen Eindruck vermitteln, wie eine Replik des Brunnens insgesamt aussehen könnte. Die Stadt wird in der Zwischenzeit ein Konzept entwickeln für die weitere Beteiligung der Bürger.

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