4,7 Kilometer lange Großbaustelle auf der A 31 in Dorsten dauert noch länger als geplant

dzA 31-Baustelle

Mit der geplanten Freigabe Anfang April wird es nichts: Die A 31-Baustelle in Dorsten wird etwas länger bleiben. Nun wird sieben Tage die Freudenberg-Anschlussstelle gen Bottrop gesperrt.

Dorsten

, 19.03.2019 / Lesedauer: 3 min

Geplant war alles ganz anders: Eigentlich sollte die Anfang März 2018 eingerichtete Großbaustelle auf der A 31 zwischen den Anschlussstellen Lembeck/Rhade und Dorsten-West Ende des vergangenen Jahres wieder beendet sein. Im Dezember 2018 hieß es dann: Erst voraussichtlich Anfang April kann der Verkehr wieder reibungslos fließen. Doch genervte Autofahrer müssen jetzt ganz stark sein: Auch dieser Termin kann nicht eingehalten werden.

Grund ist das Regenwetter

„Grund sind die schlechten Witterungsbedingungen der vergangenen Wochen“, begründet Markus Miglietti, Sprecher der für die Arbeiten zuständigen Straßen.NRW-Autobahnniederlassung in Hamm, auf Anfrage unserer Redaktion die erneute Verzögerung. Vor allem die vielen Niederschläge waren für die Behörde und die beauftragten Baufirmen ein heftiger Schlag ins Kontor. Denn bei Dauerregen sei der Einbau einer neuen Asphaltdecke nicht möglich, so Miglietti.

Anschlussstelle wird eine Woche gesperrt

Deswegen musste Straßen.NRW Anfang März auch die für damals geplante Komplettsperrung der Anschlussstelle „Schermbeck/Wulfen“ am Freudenberg (B 58) in Fahrtrichtung Bottrop kurzfristig verschieben. Die beauftragte Baufirma hatte wegen des anstehenden schlechten Wetters die dort geplanten Arbeiten abgesagt.

Jetzt aber können diese starten. „Im Bereich der Anschlussstelle werden wir in den nächsten drei Wochen eine neue Fahrbahndecke und neue Markierungen aufbringen und die Schutzplanken erneuern“, kündigt Markus Miglietti an. Dafür muss ab Mittwoch (20. März) ab 8 Uhr die Auf- und Abfahrt in Richtung Süden gesperrt werden.

Zweiwöchiges Provisorium

Ein Vorteil hat diese Verzögerung aber für die Autofahrer: Statt der eigentlich am Freudenberg vorgesehenen dreiwöchigen Sperrung ist die Anschlussstelle Richtung Bottrop nur eine Woche lang dicht. „Um die Verkehrsbelastung möglichst gering zu halten, werden wir in den letzten zwei Wochen eine provisorische Verkehrsführung dort installieren“, so Miglietti.

4,7 Kilometer lange Großbaustelle auf der A 31 in Dorsten dauert noch länger als geplant

Diese Baken werden ab Mittwoch (20.) die Zufahrt zur A 31-Auffahrt am Freudenberg versperren. © Michael Klein

Die Straßenbaubehörde wird Umleitungen einrichten. Der aus Fahrtrichtung Emden kommende Verkehr, der normalerweise am Freudenberg auf die B 58 abfahren würde, wird an der Abfahrt „Lembeck/Rhade“ abgeleitet und dann über die ausgeschilderte Bedarfsumleitung U 78 durch Rhade und über die B 224 zur Freudenberg-Kreuzung geführt. Wer ansonsten an der Anschlussstelle in Richtung Bottrop auffahren würde, dürfte die Umleitungsstrecke U 82 über Schermbeck wählen oder den Weg durch Holsterhausen und die Dorstener Innenstadt.

Anschließend folgt der Mittelstreifen

Wenn die dreiwöchigen Fahrbahnarbeiten beendet sind (vorausgesetzt, das Wetter spielt diesmal mit), „sind wir in den letzten Zügen“, sagt Markus Miglietti. Dann seien nur noch die Einrichtung der Mittelstreifen, die Erneuerung der Schutzplanken dort und der Rückbau der Nothaltebuchten an der Reihe. Aber auch diese Arbeiten dürften noch drei Wochen andauern, und auch in dieser Zeit bleibt die Fahrbahn verengt, inklusive der jetzigen Geschwindigkeitsbegrenzungen.

Bauarbeiten starteten im März 2018

Erst danach gilt wieder: Freie Fahrt und auch die Parkplätze Holsterhausen und Lüningskamp werden dann wieder geöffnet. Wann dies der Fall sein wird? Wenn es alles freundlich läuft, sagt Markus Miglietti, dann vielleicht zum 1. Mai.

Und damit 14 Monate nach Beginn der 4,7 Kilometer langen Baustelle - Bauarbeiten, die eigentlich nur zehn Monate dauern sollten.

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