2010 wird für die Innenstadt das Entweder-Oder-Jahr

Bürgermeister blickt voraus

DORSTEN Es ist traurige Realität: Seit dem Jahreswechsel gilt Dorsten offiziell als überschuldet. Die Kreditsperre wurde verschärft, der Spardruck nochmals beträchtlich erhöht. Bedeutet dies, dass jetzt vor dem Rathaus ein Schild aufgestellt wird: „Ohne Moos nix los?“ Beschränkt sich die Stadtspitze darauf, nur den Mangel zu verwalten? Muss man das Neue Jahr schon vorab wegen kompletter Ereignislosigkeit aus der künftigen Stadtchronik streichen?

von Von Klaus-Dieter Krause

, 01.01.2010, 07:38 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bürgermeister Lambert Lütkenhorst.

Bürgermeister Lambert Lütkenhorst.

Dass ein Kaufland-Markt nach Dorsten kommt, sei so gut wie sicher. Zum Standort Fürst-Leopold in Hervest sagt Lütkenhorst weiter kategorisch „Nein“, aber am Lippetor oder bei toom wäre Kaufland willkommen. „Beim Lippetor heißt es in den nächsten Monaten für die Sachsenbank ,entweder - oder‘“, zählt Lütkenhorst auf, „entweder einigt sich die Bank schnell mit einem der vielen Interessenten und schafft mit der Versteigerung freie Bahn für Abriss und Neubau. Oder die Bank macht wegen der immensen Unterhaltskosten Mitte das Jahres das Center komplett dicht und setzt die letzten Mieter vor die Tür.“ Auch für die neue Nutzung des Bahnhofs sei eigentlich schon alles klar: „Mit Banken und Betreibern ist sich der Investor einig, es hakt nur noch bei letzten Abstimmungen mit der Bahn.“ Aber aus eigenen leidvollen Erfahrungen weiß man im Rathaus: Gespräche mit der Deutschen Bahn und ihren vielen Gesellschaften können sich mitunter ewig hinziehen - „entweder - oder“ kann auch hier zum Motto des Jahres werden.

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