2009 rockt die Hürfeldhalde

DORSTEN Die Halde soll 2009 rocken! Seit langem bemüht sich die Stadtspitze um eine Teilfreigabe der Hürfeld-Halde, jetzt ging alles ganz schnell: Zumindest für eine zeitweise Nutzung gab am Dienstag die RAG-Spitze grünes Licht.

von Von Klaus-Dieter Krause

, 30.07.2008, 17:08 Uhr / Lesedauer: 1 min
Blick vom Biotop auf der Hürfeldhalde in die Umgebung: Eine interessanter Schauplatz für ein Rockfestival.

Blick vom Biotop auf der Hürfeldhalde in die Umgebung: Eine interessanter Schauplatz für ein Rockfestival.

Bisher steckte der Teufel im Detail. Hauptsächlich versicherungstechnische Bedenken und Umweltprobleme verhinderten, dass der bereits begrünte Teil der Hürfeld-Halde für die Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich gemacht wird. Lütkenhorst: „Aber eine zeitlich befristete Nutzung ist eine andere Geschichte, da sieht die RAG keine unüberwindbaren Hürden.“ Damit ist die Bahn frei für zwei Generalproben. Zur Premiere wird es wahrscheinlich 2009 in luftiger Höhe ein Rockfestival mit örtlichen Bands geben: „Wir verzichten bewusst darauf, für viel Geld eine auswärtige Gruppe einzukaufen.“ Und der Schützenverein Altendorf-Ulfkotte ist begeistert, dass er diesen ungewöhnlichen Ort ebenfalls für eine Veranstaltung nutzen kann.

Strom- und Wasserversorgung, da ist der Bürgermeister zuversichtlich, werden sich bewerkstelligen lassen, empfindliche Biotope sollen durch Bauzaun und Ordnungsdienst für die Dauer der Veranstaltung geschützt werden. Besteht die Halde den Rock- und Schützen-Test, dann kann das Kulturhauptstadt-Jahr 2010 kommen: Dorstens höchster Festplatz wäre dann eine gute Adresse für besondere Höhepunkte. Wie es generell mit der Hürfeld-Halde weitergeht, darüber soll es auch bald Klarheit geben. Die RAG hatte sich vertraglich zusagen lassen, dass sie die Halde auch nach Schließung des Bergwerks Lippe für das Abraum-Material anderer Zechen nutzen darf. Allerdings nicht unbegrenzt: Die RAG-Spitze will einen konkreten Zeitplan vorlegen.

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