108 Grundschüler wechseln nicht in ihrer Heimat Dorsten auf die weiterführende Schule

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Starke Schülerbewegungen über Grenzen hinweg: Hier die Zahlen, wie viele Dorstener Grundschüler ab Sommer außerhalb ihrer Heimatstadt auf eine weiterführende Schule gehen. Und umgekehrt.

Dorsten

, 27.03.2019 / Lesedauer: 3 min

Der „Schüler-Grenzverkehr“ der Fünftklässler zu den weiterführenden Schulen wird sich zu Beginn des neuen Schuljahres 2019/2020 erhöhen - und das in beide Richtungen, rein nach Dorsten und aus Dorsten raus. Insgesamt 601 Viertklässler gibt es derzeit in Dorsten, 108 von ihnen werden ab Sommer Real-, Gesamt- und Sekundarschulen sowie Gymnasien in umliegenden Städten besuchen (im Vorjahr: 105). Im Gegenzug werden mit Beginn des nächsten Schuljahres 124 Schüler von außerhalb in Dorsten in die fünfte Klasse gehen (Vorjahr: 101).

Gesamtschule Schermbeck liegt klar vorne

Die detaillierten Zahlen wird die Verwaltung in der kommenden Woche im Schulausschuss präsentieren. Großer Gewinner ist demnach die Gesamtschule in Schermbeck: 58 Grundschüler aus Dorsten wechseln dorthin. Im Vorjahr waren es nur 48. Die Kinder kommen vornehmlich aus den nahe gelegenen Grundschulen Antoniusschule (Holsterhausen-Dorf, 29) und Wilhelm-Lehmbruck-Schule (Östrich, 8).

108 Grundschüler wechseln nicht in ihrer Heimat Dorsten auf die weiterführende Schule

© Klose

Verlierer ist die Judocus-Nünning-Realschule in Borken: Wechselten im vergangenen Jahr noch elf Urbanusschüler aus Rhade dorthin, sind es jetzt nur noch zwei. Die Rhader Eltern schicken ihre Kinder nun lieber in die Raesfelder Dependance der Gesamtschule Borken - die Zahl der Anmeldungen stieg von vier auf zwölf. Das Gymnasium Remigianum Borken verzeichnet fünf Anmeldungen aus dem Dorstener Norden (Vorjahr: 5). Weiterführende Schulen in Dorsten werden nur zwölf künftige Fünftklässler aus Rhade besuchen.

Lembecker gehen nach Reken

Auch die Lembecker Schüler wechseln traditionell das Stadtgebiet, weil viele von ihnen nach der Grundschule auf das nahe gelegene Gymnasium Maria Veen gehen. Ab Sommer sind es 13 (Vorjahr: 15). Sieben weitere wurden an der Sekundarschule Hohe Mark in Reken angemeldet (Vorjahr: drei Kinder aus Dorsten).

Weitere Kinder aus Dorsten wechseln zur Christy-Brown-Förderschule Herten (1), Alexander-Lebenstein-Realschule in Haltern (1), Josef-König-Gymnasium Haltern (1), Willy-Brandt-Gesamtschule Marl (1) und Gesamtschule Gelsenkirchen-Buer (1). Übrigens: Wie schon im Vorjahr werden keine Kinder aus Dorstener Grundschulen auf weiterführende Schulen in Gladbeck und Bottrop/Kirchhellen wechseln.

Pendelbewegungen nach Dorsten

Die Dorstener Schulen sind in diesem Jahr bei den Eltern im Umkreis beliebter als noch im Vorjahr. Allein aus Schermbeck kommen 34 Fünftklässler (Vorjahr: 19), die meisten von ihnen besuchen das Gymnasium Petrinum (19, Vorjahr: 4). 33 Kinder (Vorjahr: 37) pendeln jeden Tag aus Bottrop ein, Realschule St. Ursula (20) und Gymnasium St. Ursula (10) werden seit jeher stark von Kirchhellener Schülern besucht.

Aus Marl kommen 19 Schüler, Favoriten bei ihnen sind die St.-Ursula-Realschule (8) und die Montessori-Schule Wulfen (7). Letztere ist mit neun Anmeldungen bei Schülern aus Haltern begehrt, die restlichen neun Halterner Anmeldungen kann die Gesamtschule Wulfen verzeichnen. Weitere Anmeldungen aus Nachbarstädten zu Dorstener Schulen kommen aus Gladbeck (4), Gelsenkirchen (2), Reken (11, alle gehen zur Gesamtschule Wulfen) und Raesfeld (1).

Insgesamt gibt es zum Schuljahr 2019/2020 an den Dorstener weiterführenden Schulen 623 Anmeldungen für die 5. Klasssen: St. Ursula-Realschule (88), Montessori-Reformschule (25), Gymnasium Petrinum (106), St. Ursula-Gymnasium (119), Neue Schule Dorsten (111) und Gesamtschule Wulfen (174).
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