Ab Samstag bleibt die Küche im „Pott Pommes" kalt. Daniela Miske und ihre Mitarbeiter haben an anderer Stelle viel zu tun. © privat
Pott Pommes

„Pott Pommes“ schließt wieder – aber vielleicht nicht für immer

Nach wenigen Monaten schließt „Pott Pommes“ in Dorsten wieder. Traurig ist Familie Miske allerdings nur ein bisschen. Denn es gibt ab November an anderer Stelle viel zu tun.

Pommes mit Bolo, mit Käse oder Chili con Carne – für den Ruhrgebietsgaumen mag das, was Daniela Miske auf der Karte ihrer kleinen Imbissstube seit Juni angeboten hat, zunächst etwas befremdlich wirken. Doch in den letzten Monaten hat sich „Pott-Pommes“ an der Glück-Auf-Straße eine kleine Fangemeinde in Dorsten frittiert und ergrillt.

Umso überraschender kommt jetzt für eingefleischte Pommes-Fans der Abschied. Am Freitag (29.10.) werden zum vorläufig letzten Mal die groben Kartoffelstifte mit verschiedenen Toppings und andere Grillspezialitäten serviert, dann ist Schluss für „Pott Pommes“. Der Grund ist aber tatsächlich ein erfreulicher.

Reisemetzgerei darf wieder „reisen“

„Endlich geht es wieder los“, sagt Daniela Miske und meint damit, dass das Familienunternehmen wieder bei größeren Veranstaltungen sein darf. Denn darauf hat sich die Reisemetzgerei eigentlich spezialisiert. Nur: Während der Corona-Pandemie blieben die Töpfe und Friteusen zwangsläufig kalt, der kleine Imbiss in der Heimatstadt Dorsten wurde aus der Not heraus geöffnet.

Jetzt geht es wieder nach draußen. „Wir sind zunächst auf der Soester Allerheiligenkirmes und ab dem 12. November auf dem Weihnachtsmarkt am Centro“, kündigt Daniela Miske an. Da gibt es dann ausschließlich Fish & Chips, „weil auch in unserem Imbiss der Fischtag immer am erfolgreichsten war“.

Personal fehlt für Parallel-Betrieb

Den Imbiss in Hervest-Dorsten in dieser Zeit weiter zu öffnen, war nicht möglich. „Wir haben viel Herzblut in unseren Pott Pommes investiert und wollten ihn auf jeden Fall parallel zu unserem anderen Unternehmen erhalten, jedoch stellt uns die personelle Situation derzeit vor eine zu große Herausforderung“, berichtete Familie Miske auf Facebook und Instagram.

Doch das endgültige „Aus“ für den kleinen Imbiss muss das nicht bedeuten. Daniela Miske sagt: „Ich kann mir gut vorstellen, dass wir Ende Januar wieder eröffnen.“ Vielleicht nicht für immer, aber doch so lange, bis es im Frühjahr oder Sommer weitere Großveranstaltungen gibt, wenn es die Corona-Pandemie zulässt.

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Redaktionsleiter in Dorsten
Veränderungen gab es immer, doch nie waren sie so gravierend. Und nie so spannend. Die Digitalisierung ist für mich auch eine Chance. Meine journalistischen Grundsätze gelten weiterhin, mein Bauchgefühl bleibt wichtig, aber ich weiß nun, ob es mich nicht trügt. Das sagen mir Datenanalysten. Ich berichte also über das, was Menschen wirklich bewegt.
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Stefan Diebäcker

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