Umfrage

Passanten-Befragung: Das sind typische Besucher der Dorstener Altstadt

Das Institut für Handelsforschung hat vor dem Lockdown mehr als 200 Passanten der Altstadt befragt. Die Ergebnisse liegen nun vor. Die Forscher beschreiben auch die „typischen Besucher“.
Das Institut für Handelsforschung hat im September 2020 mehr als 200 Passanten in der Dorstener Innenstadt befragt. © Stadt Dorsten

Im September 2020 hat die Stadt Dorsten neben 206 weiteren Städten und Gemeinden an der bundesweiten Passantenbefragung „Vitale Innenstädte 2020“ des Kölner Instituts für Handelsforschung (IFH) teilgenommen. Die Befragungsergebnisse liegen nun vor und werden in Kürze der Politik präsentiert und zur Diskussion gestellt.

„Insbesondere auch vor dem Hintergrund der runderneuerten Innenstadt und der Auswirkungen der Corona-Pandemie hat die Stadt Dorsten erstmals mitgemacht“, teilte Stadtsprecher Christoph Winkel mit. An zwei vom IFH zur Vergleichbarkeit bundesweit einheitlich festgelegten Tagen (Donnerstag und Samstag) sind im September an vier Standorten in der Fußgängerzone 220 Passanten durch geschulte Interviewer befragt worden. „Die Befragungsergebnisse sind nicht repräsentativ, lassen aber Tendenzen und Schwerpunkte erkennen“, betont Winkel.

Die typischen Altstadt-Besucher unterscheiden sich

Nach der Auswertung der Fragebögen haben die Forscher „den typischen Besucher“ der Altstadt beschrieben. Er kommt demnach aus Dorsten und fährt jede Woche mit dem Auto zur Innenstadt. Donnerstags ist der „Prototyp“ weiblich und 54 Jahre alt, samstags männlich und 55 Jahre alt.

Unabhängig vom Geschlecht und Tag geht es dem Altstadt-Kunden ums Shoppen oder um die gastronomischen Angebote. Donnerstags sind auch Behördengänge und Arztbesuche wichtig, samstags werden gerne andere Dienstleistungsangebote genutzt.

Der „Donnerstags-Passant“ gibt der Altstadt durchschnittlich die Note 2,5 und kauft überhaupt nicht online ein. Der „Samstags-Kunde“ vergibt die Durchschnittsnote 2,6, kauft auch online ein, kommt laut Umfrage aber unverändert häufig zum Einkaufen in die Altstadt.

Zusammenfassend gibt es folgende weitere Erkenntnisse:

  • Etwa 73 Prozent der Befragten wohnen in Dorsten.
  • Das Einzugsgebiet der Innenstadtbesucher erstreckt sich von Hamminkeln bis Haltern und von Reken bis Bottrop/Gelsenkirchen.
  • Das Durchschnittsalter der befragten Innenstadtbesucher liegt bei rund 54 Jahren.
  • Etwa 73 Prozent der Befragten kommen zum Einkaufen und Bummeln in die Innenstadt, 21 Prozent wegen der Gastronomie.
  • Etwa 42 Prozent der Befragten gelangen mit dem Auto oder Motorrad in die City, ca. 27 Prozent zu Fuß, ca. 22 Prozent mit dem Fahrrad und ca. neun Prozent mit einem öffentlichen Verkehrsmittel.
  • Etwa 54 Prozent besuchen die Innenstadt wöchentlich, ca. 21 Prozent täglich.
  • Von den die Innenstadt seltener besuchenden Passanten sind 22 Prozent Online-Kunden, ca. 41 Prozent kaufen nie online ein.
  • Die Aufenthaltsdauer in der Innenstadt liegt bei ca. 46 Prozent der Befragten bei 1 bis 2 Stunden, ca. 35 Prozent halten sich weniger als eine Stunde im Zentrum auf.
  • Gegen eine Sonntagsöffnung sprechen sich ca. 68 Prozent aus, 12 Prozent sind dafür.
  • Gefragt nach der Bewertung der Attraktivität der Innenstadt nach Schulnoten verteilen ca. 46 Prozent die Schulnote „gut“, ca. 7 Prozent vergeben ein „ausreichend“.
  • Als Ort „zum Wohlfühlen und Leute treffen“ sehen ca. 86 Prozent der befragten Passanten die Innenstadt, ca. 52 Prozent als Ort zum Ausgehen.
  • Etwa 62 Prozent erachten die Innenstadt als zukunftsorientiert aufgestellt.
  • Informationen über die Innenstadt beziehen ca. 62 Prozent über die Print-Presse, ca. 38 Prozent über die Online-Presse, ca. 17 Prozent über den Hörfunk.
  • Durch Corona kaufen ca. 25 Prozent der Befragten verstärkt online ein, davon 9 Prozent beim lokalen Handel.

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