Sinn-Chef Friedrich-Wilhelm Göbel glaubt, dass die Integration der Mensing-Mitarbeiter problemlos verlaufen wird. © privat
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Neuer Chef verspricht: Mensing-Mitarbeiter arbeiten etwas weniger

Die Modekette Sinn übernimmt alle Mensing-Häuser, auch das in Dorsten. Der neue Chef erklärt, wie die beiden Unternehmen zusammenwachsen - auch bei den Arbeitszeiten.

Das Modehaus Mensing ist geschlossen. Das hat natürlich mit dem Corona-Lockdown zu tun, doch wahrscheinlich ab Mitte März firmiert das Geschäft an der Lippestraße unter neuem Namen: Sinn. Firmenchef Friedrich-Wilhelm Göbel hat kürzlich berichtet, was bis dahin noch erledigt werden muss.

Inzwischen hat Göbel auch dem Branchendienst Textilwirtschaft.de ein Interview gegeben. Darin betont er: „Die sieben Standorte sind gute regionale Ergänzungen zu unserem bisherigen Portfolio. Sie befinden sich in wirtschaftlich stabilen Kommunen.“ Auch zur Situation der neuen Mitarbeiter hat er sich geäußert.

In der ersten Januar-Woche hat es Mitarbeiterversammlungen unter anderem in Dorsten gegeben. Ende Februar soll die Integration ins neue Unternehmen abgeschlossen sein. „Die Regelarbeitszeit wird auf die bei Sinn übertragen. Damit müssen die Vollzeit-Mitarbeiter von Mensing im Monat etwa zwei Stunden weniger arbeiten“, sagte Göbel dem Branchendienst.

Kleinere Veränderungen beim Sortiment

Sinn übernimmt rund 250 Mitarbeiter, sie behalten alle Altrechte ihrer bisherigen Verträge. Nur die Holding mit knapp 30 Mitarbeitern wird nicht übernommen. „Wir docken alles an die bisherige Infrastruktur von Sinn an“, so Göbel.

In Recklinghausen gibt es bereits eine Sinn-Filiale, bald auch in Dorsten und Bottrop. © Sinn © Sinn

Kleine Veränderungen soll es beim Sortiment geben. Es gibt mengenmäßig laut Göbel eine Überschneidung zwischen 85 und 90 Prozent. „Der Großteil der Top-20-Lieferanten von Sinn dürfte auch zu den Top-20-Lieferanten von Mensing gehören.“ Eine Marke, die bei Mensing fehlt: Wellensteyn. „Die kommt selbstverständlich in alle Filialen.“

Auch der Namenswechsel sei kein Problem, sagte Göbel. „Die Mensing-Häuser liegen ohne Ausnahme in Regionen, in denen man Sinn kennt.“ Die Vorteile des Namenswechsels seien offensichtlich: einheitliches Marketing, weitere Verbreitung des Namens Sinn im Stammgebiet NRW, optimierte Kosten. Und: „Sinn und Mensing stehen für hochwertige Beratung und Nähe zu den Kunden.“

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Redaktionsleiter in Dorsten
Veränderungen gab es immer, doch nie waren sie so gravierend. Und nie so spannend. Die Digitalisierung ist für mich auch eine Chance. Meine journalistischen Grundsätze gelten weiterhin, mein Bauchgefühl bleibt wichtig, aber ich weiß nun, ob es mich nicht trügt. Das sagen mir Datenanalysten. Ich berichte also über das, was Menschen wirklich bewegt.
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Stefan Diebäcker

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