Im Rathaus in Dorsten tagt der Stadtrat während der Corona-Pandemie ohnehin nicht, sondern im Gemeinschaftshaus Wulfen. Jetzt könnte er eine Zwangspause bekommen. © Claudia Engel
Coronakrise

Mehr als 200 Mitarbeiter der Stadtverwaltung können ins Homeoffice

Wegen der Pandemie sollen Arbeitgeber Homeoffice ermöglichen, wo immer es geht. In der Dorstener Stadtverwaltung hat das Thema schon vor Corona Fahrt aufgenommen.

Überall dort, wo es die Tätigkeiten zulassen, sollen Arbeitgeber aktuell die Arbeit im Homeoffice ermöglichen. In der Stadtverwaltung Dorsten, mit rund 1.000 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber der Stadt, hat das Thema schon vor Corona Fahrt aufgenommen.

„Nicht zuletzt auf Initiative des Personalrates wurde ab 2019 für Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit ausgeweitet, ihre Arbeit zumindest mit einem Umfang von einem Fünftel der wöchentlichen Arbeitszeit im Homeoffice zu erledigen“, sagt der stellvertretende Personalratsvorsitzende Thomas Löppki. „Es haben mittlerweile viele Kolleginnen und Kollegen Homeoffice genehmigt bekommen und die gemachten Erfahrungen seit 2019 sind sehr positiv.“

Fast die Hälfte der Kernverwaltung kann zu Hause arbeiten

Gut jeder Fünfte in der Gesamtbelegschaft kann derzeit zumindest teilweise zu Hause arbeiten. Insgesamt gab es bislang 212 Bewilligungen. Bezogen auf die 500 Mitarbeiter der Kernverwaltung im Rathaus und an der Bismarckstraße sind es 42 Prozent, wie aus einer aktuellen Erfassung der Stadtverwaltung hervorgeht.

Die Entscheidung, ob in Heimarbeit gearbeitet werden kann, treffen Amtsleitung und Mitarbeiter gemeinsam. „Es gibt keinen Fall, in dem der temporäre Wechsel ins Homeoffice während der Pandemie seitens der Verwaltungsleitung abgelehnt wurde“, teilte die Stadtverwaltung auf Anfrage mit.

Man sei zu Beginn der Pandemie offensiv auf alle Beteiligten zugegangen und habe auf Möglichkeiten der Heimarbeit verwiesen. Hardware und technische Infrastruktur seien unbürokratisch zur Verfügung gestellt worden.

Sicherstellung notwendiger Verwaltungsleistungen

Einerseits geht es der Verwaltungsleitung um einen effektiven Infektionsschutz durch Kontaktreduzierung. Andererseits müsse auch gewährleistet sein, „immer eine genügende Anzahl von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen gesund zur Verfügung zu haben, welche die zwingend notwendigen Verwaltungsleistungen auch während der Pandemie durchgehend sicherstellen“, so die Verwaltung.

Wo Bürgerkontakt nicht zwingend notwendig ist, funktioniert Homeoffice nach Angaben der Verwaltung problemlos. Beim Bauhof, der Müllabfuhr, den städtischen Kitas oder bei der Grünflächenunterhaltung ist es naturgemäß schwierig. Auch im Bürgerbüro oder in Teilen der Sozialverwaltung, wo persönlicher Kundenkontakt häufig zwingend erforderlich ist, geht Homeoffice nicht ohne Weiteres.

Personalrats-Vize Thomas Löppki sagt, dass es unabhängig von der Pandemie weitere Abstimmungen zwischen Personalrat und Dienststelle geben soll: „Der Personalrat sieht über jetzige Regelungen hinaus weitere Spielräume.“

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Einst aus Sachsen nach Westfalen rübergemacht. Dort in Münster und Bielefeld studiert und nebenbei als Sport- und Gerichtsreporter gearbeitet. Jetzt im Ruhrpott gelandet. Seit 2016 bei Lensing Media.
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Robert Wojtasik

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