Die Stadt Dorsten hat unter anderem Spuck- und Laientests für Kitas, Schulen und andere angeschafft. Nun liegt einer Auflistung der Corona-Kosten für dieses Jahr vor. © Guido Bludau (Archiv)
Coronakrise

Corona-Kosten der Stadt Dorsten: Das sind die größten Posten

Schnelltests, Masken, Security und Luftreinigungsgeräte: Mehr als 700.000 Euro hat die Eindämmung der Corona-Pandemie die Stadt Dorsten bislang in diesem Jahr gekostet.

Die Bewältigung der Coronakrise hat die Stadt Dorsten in diesem Jahr bislang mehr als 700.000 Euro gekostet. Bis Jahresende sind weitere Aufwendungen nötig, wie aus einer Vorlage für den Haupt- und Finanzausschuss hervorgeht.

Die Stadtverwaltung geht von rund 1 Million Euro Corona-Kosten für das gesamte Jahr 2021 aus. Im vergangenen Jahr waren es 1,75 Millionen Euro.

Den größten Posten in diesem Jahr bilden bislang die Schnelltests. Bis Ende Mai hat die Stadt 291.500 Euro für Tests ausgegeben. Spuck- und Laien-Tests gingen unter anderem an Schulen, Kitas, Kirchen, Unternehmen, soziale Einrichtungen und die Feuerwehr.

Atlantis-Mitarbeiter bringen Lolli-Tests in Labore

Mit 160.000 Euro bis Ende Mai schlagen Personalkosten für Mitarbeiter vom Atlantis zu Buche. Sie unterstützen seit Beginn der Pandemie den Kommunalen Ordnungsdienst und werden zur Besuchersteuerung im Rathaus eingesetzt. Seit einigen Wochen bringen sie auch Lolli-Tests aus Schulen zu den Laboren.

Als sich die Pandemie zum Jahreswechsel verschärfte, hätten aufgrund der anhaltenden Belastungssituation weniger Mitarbeiter und Freiwillige zur Verfügung gestanden, so die Stadtverwaltung. Zur Unterstützung des Kommunalen Ordnungsdienstes wurde deshalb eine Security-Firma engagiert, für die bis Ende Mai Kosten in Höhe von 69.000 Euro angefallen sind und weitere Kosten von rund 30.000 Euro erwartet werden.

Für Masken hat die Stadt bis Ende Mai 97.000 Euro ausgegeben. Die Masken gingen an Verwaltungsmitarbeiter, wurden aber auch an Schulen, Kitas, Feuerwehr, Unternehmen, soziale Einrichtungen und bedürftige Personen geliefert. „Die Corona-Logistik im Atlantis-Freibad hat seit Beginn der Pandemie 1,6 Millionen Artikel umgeschlagen“, sagt Stadtsprecher Ludger Böhne.

Luftreinigungsgeräte für Gesamtschule und Bürgerbüro

Auch zehn Luftreinigungsgeräte für insgesamt 24.000 Euro hat die Stadt beschafft. Vier davon für fensterlose Fachräume der Gesamtschule Wulfen, weitere vier sind in verschiedenen Räumen mit besonderen Lüftungserfordernissen im Einsatz, etwa im Bürgerbüro oder bei der Feuerwehr, zwei Geräte liegen noch auf Lager.

Bei den genannten Beträgen sind Einnahmen bereits verrechnet. „In diesen Beträgen sind auch die noch vorhandenen Lagerbestände enthalten“, so Böhne. „Sofern hieraus noch Verkäufe oder Abrechnungen realisiert werden können, könnte der Finanzbedarf entsprechend sinken.“

Corona-Kosten können gesondert ausgewiesen werden, damit sich die Pandemie nicht unmittelbar auf den kommunalen Haushaltsausgleich auswirkt. Das ist im NKF-Covid-19-Isolierungsgesetz geregelt. Ab 2025 können die Kosten – verteilt auf 50 Jahre – zurückgezahlt werden.

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Einst aus Sachsen nach Westfalen rübergemacht. Dort in Münster und Bielefeld studiert und nebenbei als Sport- und Gerichtsreporter gearbeitet. Jetzt im Ruhrpott gelandet. Seit 2016 bei Lensing Media.
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Robert Wojtasik

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