Zweiter Corona-Fall an OGS: Getrennter Unterricht und weitere Tests

dzCoronavirus in Castrop-Rauxel

Nach einem positiven Corona-Test bei einer Mitarbeiterin der OGS Am Busch sind neun Betreuerinnen in Quarantäne. Für Schüler und Lehrer gilt das nicht. Die Grundschule macht jedoch Angebote.

Ickern

, 18.08.2020, 18:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach dem positiven Test einer Mitarbeiterin an der OGS Am Busch auf Covid-19 am Montag (17.8.) vermeldet die Stadt Castrop-Rauxel am Dienstagabend einen weiteren Corona-Fall an der Offenen Ganztags-Grundschule.

Der zweite Fall sei „unabhängig dazu“ bei einem Kind aufgetaucht, schreibt Bürgermeister Rajko Kravanja in einem Facebook-Post. „Hier werden nun [...] für zwei Klassen morgen in der Schule die Tests durchgeführt.“ Er bittet die betroffenen Eltern, ihren Kindern eine Einverständniserklärung für die Tests mitzugeben.

Am Mittwoch wolle das Rote Kreuz Tests durchführen. Die Eltern der Grundschule seien durch die Schulleitung über das weitere Vorgehen informiert worden, schreibt Stadtsprecherin Uta Stevens in einer Presseinformation. Laut Internetseite der Schule bleibt die Grundschule Am Busch weiter geöffnet. Die OGS ist „bis auf weiteres“ geschlossen. (Stand 18.8., 18 Uhr).

Neun Betreuerinnen in Quarantäne

Weitere Angaben macht die Stadtpressestelle am Dienstagabend nicht. Auch von Seiten der für das Gesundheitsamt zuständigen Pressestelle des Kreises Recklinghausen sind am Abend keine weiteren Informationen zu erhalten.

Derweil sind seit Montag insgesamt neun Personen in Quarantäne. Das teilt die Kreis-Pressestelle am Dienstagmittag auf Anfrage dieser Redaktion mit. Es handele sich dabei um die Betreuerinnen, von denen acht aus dem Kreis Recklinghausen stammen, eine von außerhalb.

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„Sie haben an einer Teambesprechung teilgenommen“, erklärt Kreissprecher Jochem Manz. „Die Quarantäne gilt nur für den engeren Personenkreis aus dem Team.“ Die Mitarbeiterinnen hätten eine Ordnungsverfügung erhalten.

Die Quarantäne gelte „grundsätzlich“ und zunächst mindestens bis zu einem zweiten Test-Abstrich, der in etwa einer Woche erfolgen soll. „Danach muss dann erst mal weiter beraten werden“, so Manz.

14 Schüler und vier Lehrer können sich freiwillig testen lassen

Zusätzlich zu den direkten Kontakten hat das Kreisgesundheitsamt 14 Schülern und vier Lehrern einen kostenlosen freiwilligen Test auf das Corona-Virus angeboten. Sie hatten mit der infizierten Mitarbeiterin indirekt Kontakt. Als Grund für die freiwilligen Tests nennt der Kreissprecher die teilweise Maskenfreiheit der Grundschüler.

Mehr könne das Kreisgesundheitsamt zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, erklärt Jochem Manz. „Wir arbeiten den Fall nach den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts ab.“

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Wie Stadtsprecherin Nicole Fulgenzi mitteilt, habe die kommissarische Schulleiterin Yvonne Bußmann für die 14 Kinder vorsorglich einen getrennten Unterricht ermöglicht. Das Rote Kreuz führe die freiwilligen Tests durch. „Diese zusätzlichen Maßnahmen wurden durch das Kreisgesundheitsamt nicht angeordnet, sondern sind zusätzlicher Service der Schulleitung“, erklärt Fulgenzi.

Mehr als die Hälfte der Grundschüler besucht die OGS

In der Grundschule herrsche der Grundsatz der Maskenpflicht, schreibt Nicole Fulgenzi. „Nur am Sitzplatz des Kindes kann entsprechend den gültigen Verordnungen auf die Maske verzichtet werden und - ebenfalls gemäß den Vorgaben - in der Regel in der OGS-Betreuung.“

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Insgesamt besuchen rund 200 Kinder die Grundschule am Busch. Etwas mehr als die Hälfte von ihnen nimmt das Angebot der Offenen Ganztagsbetreuung in Anspruch. Laut der Stadtsprecherin erfolge die Betreuung in der OGS getrennt nach Jahrgängen.

Der Unterricht an der Grundschule läuft derweil regulär weiter – nur die Betreuung nach Schulschluss in der OGS ist derzeit nicht möglich. Darauf hatte Konrektorin Yvonne Bußmann bereits am Montag auf der Internetseite der Schule hingewiesen. In einem Elternbrief informierte sie die Eltern über Details..

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