Zukunftsfähig für 6 Millionen Euro: Gesamtschule Ickern ist beschlossen

dzNeue Schule

Grünes Licht für die neue Gesamtschule in den Aapwiesen: Der Betriebausschuss 2 hat mit breiter Mehrheit zugestimmt, dass die Castrop-Rauxeler Schule im Sommer 2021 an den Start gehen soll.

Ickern

, 21.06.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach mehr als zweieinhalb Jahren engagierten Ringens, in einer Runde aller Parteien eine tragfähige Lösung bei den weiterführenden Schulen für die Zukunft zu entwickeln, hat der Betriebsausschuss 2 am Donnerstagabend Pflöcke gesetzt. Einstimmig wurde der Gründungsbeschluss der Gesamtschule Ickern aber nicht gefasst.

Manfred Fiedler von den Grünen war das Konzept, um es in den Worten von Anne Krüger (FDP) auszudrücken, nicht „sexy“ genug. „Für eine Erfolgsstory sind mir zu viele Fragen nicht geklärt“, sagte Fiedler. Ganz anders die Einschätzung von SPD, CDU, FWI, FDP und Linken, die allesamt für die neue Schule in den Aapwiesen stimmten. Am 1. August 2021 soll sie an den Start gehen.

Pläne weitestgehend mit Bezirksregierung abgestimmt

Schuldezernentin Regina Kleff stellte die Pläne vor, die weitestgehend bereits mit der Bezirksregierung abgestimmt sind: Die neue Schule in der ehemaligen Janusz-Korczak-Gesamtschule an der Waldenburger Straße wird vierzügig. „Ein fünfter Zug wird mitgedacht“, sagte Kleff.

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Es gehe los mit der Einrichtung eines naturwissenschaftlichen Bereichs im Gebäude. Ein Teil der Toilettensanierung und der Herrichtung der Klassenräume ist schon im städtischen Haushalt berücksichtigt. Kalkuliert wird mit einer geringeren Summe als noch vor Monaten: 500.000 Euro gegenüber mal genannten 700.000 Euro. „Wir werden in den nächsten Jahren 5 oder 6 Millionen Euro in die Hand nehmen, um diese Schule zukunftsfähig zu machen“, erklärte Kleff.

Darunter sollten die anderen Schulen aber keinesfalls leiden. Zum Vergleich: Der Neubau des Quertrakts an der Fridtjof-Nansen-Realschule ist mit 2,5 Millionen Euro veranschlagt. Und trotz der Förderprogramme wie KInvFöG, Gute Schule oder Digitalisierungspakt: Die Stadt ist immer mit einem Eigenanteil dabei.

Kompetenzteam wird beratend bei der Entwicklung zur Seite stehen

Sobald das grüne Licht vom Stadtrat und der Bezirksregierung vorliegt, wird laut Kleff ein Kompetenzteam eingerichtet, das beim Aufbau der Schule mit allen möglichen Aspekten und Konzepten hilfreich zur Seite steht. Denn eines ist klar: Vieles steht noch auf Anfang, muss erst noch entwickelt und erarbeitet werden.

Ausschuss-Chefin Katrin Lasser-Moryson (SPD) wählte den Vergleich mit einem Heißluftballon: auf Kurs gebracht vom Elternwillen; der Ballon sei genäht, der Korb geflechtet, nun gelte es, den Ballon zu befeuern und zu schauen, wer einsteigt und in welche Richtung er sich bewegt. Wie der Wind wehe, könne man freilich nicht steuern. Wohl aber mit Partnern zu versuchen, an einem Strang im Sinne vor allem der Eltern und Kinder zu ziehen.

Kooperation mit Gesamtschule Waltrop weiter Option

Klar ist, dass es – wenn es denn soweit ist - eine Kooperation der gymnasialen Oberstufen geben wird. Klar ist auch, dass die ab 2021 auslaufende Sekundarschule Süd eng begleitet werden soll. Und was die mögliche Kooperation mit der Gesamtschule in Waltrop angeht: Das ist nach wie vor eine Option, aber nicht die einzige.

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In den künftigen Sitzungen des Ausschusses für Familie, Jugend, Soziales und Bildung nach der Kommunalwahl wird die Gesamtschule Ickern fortlaufend auf der Tagesordnung stehen, um über den aktuellen Sachstand zu informieren und im Austausch zu bleiben. Dieser Beschluss nach einer 45-minütigen engagierten und zum Teil sehr emotionalen Diskussion fiel dann doch auch einstimmig.

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