Die CDU möchte einen weißen Fleck von der Landkarte verschwinden lassen

dzXScape-Fläche

In sehr guter Castrop-Rauxeler Lage nahe der A42 und der B235 liegt eine Fläche, auf der aktuell Landwirtschaft betrieben wird. Das muss sich dringend ändern, findet die CDU.

Castrop-Rauxel

, 08.09.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie viel Fläche steht in Castrop-Rauxel noch zur Verfügung, um Firmen anzusiedeln? Es gebe noch genügend, meinen beispielsweise die Grünen. „Faktisch keine mehr“, finden die CDU und ihr Bürgermeister-Kandidat Dr. Oliver Lind.

Besonders gerne sähen die Christdemokraten eine Fläche entwickelt, die sie seit Jahren als geradezu ideal für Gewerbe betrachten: die sogenannte Xscape-Fläche an der B235, zwischen dem Evangelischen Krankenhaus (EvK) und der Autobahn-Abfahrt Castrop-Rauxel der A42.

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Bei einem Ortstermin mit den CDU-Spitzenkandidaten für das Landratsamt, Bodo Klimpel, und für das Ruhrparlament, Prof. Hans-Peter Noll, machten Lind und CDU-Rats-Fraktionschef Michael Breilmann kräftig Werbung dafür, den „weißen Fleck“ im Regionalplan zu tilgen. In dem ist verzeichnet, welche Flächen im Ruhrgebiet „entwickelt“ werden sollen. Ohne Änderung des Regionalplans kann auf der Xscape-Fläche nichts passieren.

Viele Ideen für die Entwicklung der Xscape-Fläche

Die Christdemokraten erinnerten daran, dass es bereits vor mehr als 20 Jahren konkrete Ideen für die Entwicklung des „Filetstücks“ gegeben habe. Dann sei der englische Vorhabenträger abgesprungen, und seitdem habe sich nichts getan.

Viele Ideen hat es hier im Laufe der Jahre gegeben: Eine Ansiedlung von Ikea stand genauso im Raum wie die Ansiedlung eines „Handwerkerparks“. Jüngst schlug FDP-Bürgermeisterkandidat Nils Bettinger bei der Podiumsdiskussion der Bürgermeisterkandidaten unserer Zeitung vor, hier das Hallenbad und das Freibad sowie einen Sportplatz zu bauen.

Nach dem Willen von Oliver Lind soll die 15 Hektar große Xscape-Fläche, die momentan landwirtschaftlich genutzt wird, endlich für Gewerbe zur Verfügung stehen. Er will damit Arbeitsplätze nach Castrop-Rauxel holen. Er kritisierte, in der Politik werde „länger über ein Mehrwegsystem von Babywindeln geredet als über Zukunftsfragen“.

Spitzenkandidat offen für Veränderungen des Regionalplans

Noll zeigte sich offen für Veränderungen im Regionalplan, aber allzu viel versprechen mochte er nicht: Im 1. Halbjahr 2021, so erklärte es der CDU-Spitzenkandidat fürs Ruhrparlament, müsse man bei der Weiterentwicklung des Regionalplans „ganz genau hinsehen“ und darauf hinarbeiten, „dass der weiße Fleck eine Farbe kriegt“. Klar sei für ihn: Bekomme „Rot-Rot-Grün“ eine Mehrheit, „dann bleibt die Fläche weiß“.

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