Wittener Straße: Für zwei Häuser wird die Quarantäne aufgehoben

dzCoronavirus

Für zwei von drei Häusern an der Wittener Straße in Castrop-Rauxel wird am Donnerstag (14. Mai) die Quarantäne aufgehoben. Im dritten Haus aber haben Nachtests kein gutes Ergebnis erbracht.

Merklinde

, 14.05.2020, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Aus den Häusern an der Wittener Straße, die seit mehr als zwei Wochen nach positiven Tests unter den Bewohnern unter Quarantäne stehen und seitdem von einem Sicherheitsdienst überwacht werden, gibt es am Mittwochnachmittag zwei Nachrichten. Eine sehr gute und eine schlechte.

Zwei Häuser nicht mehr unter Quarantäne

Wie das Kreisgesundheitsamt über die Stadtverwaltung Castrop-Rauxel mitteilen ließ, sind die vielen Nachtests, die dort Ende der vergangenen Woche durchgeführt worden sind, jetzt endlich ausgewertet worden. Das Ergebnis: Zwei der drei Häuser, die dort eng aneinander gebaut sind, können ab Donnerstag (14. Mai) aus dem Quarantäne-Stadium entlassen werden.

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Um welche Häuser des Komplexes an der B235 es dabei geht, konnte Stadtsprecherin Uta Stevens am Mittwochnachmittag auf Nachfrage der Redaktion nicht beantworten, auch nach Rückruf beim Kreisgesundheitsamt nicht, „denn das ist aus Datenschutzgründen nicht zulässig“, so Stevens.

Mehrere Bewohner positiv getestet

Die schlechte Nachricht betrifft das dritte der Häuser, die in Merklinde in der Nachbarschaft und darüber hinaus nicht erst seit Corona-Zeiten sehr umstritten sind:„Das dritte Haus bleibt weiterhin unter Quarantäne, da hier noch mehrere Bewohner positiv getestet wurden“, so Uta Stevens.

Was das nun genau zu bedeuten hat, ob dort weitere Neuinfizierte zu den bereits bekannten Fällen hinzugekommen sind oder ob bereits zuvor positiv auf Corona gesteste Menschen weiter das Virus in sich tragen, konnten am späten Mittwochnachmittag weder Uta Stevens noch Kreis-Pressesprecher Jochem Manz aufklären. Manz: „Das können wir Ihnen erst am Donnerstag beantworten.“ Das gilt auch für die Frage, wie lange dieses Haus nun weiter unter Quarantäne stehen bleibt.

Sicherheitsdienst und Zaun bleiben

Klar ist laut Uta Stevens aber, dass sich rund um die Häuser in Merklinde erst einmal nichts ändern werde. Der Sicherheitsdienst, der dort rund um die Uhr mit jeweils sechs Security-Leuten pro Schicht für die Einhaltung der Quaranäne-Auflagen sorgt, soll weiter im Einsatz bleiben.

Und auch die Zaun-Anlage, die seit vergangenem Donnerstag (7. Mai) den gesamten Häuserkomplex umgibt, um dem Sicherheitsdienst das Leben leichter zu machen, solle wohl bis auf Weiteres stehen bleiben, so die Information der Stadtsprecherin. Offen ist, wie es generell mit den Häusern und den Bewohnern weiter geht.

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Die Masseninfizierung der osteuropäischen Hausbewohner war am 30. April festgestellt worden. Aus den drei Häusern an der Wittener Straße, in denen fast 100 Menschen wohnen, waren wiederum eine Woche zuvor zwei Menschen mit Corona-Infektionen im Krankenhaus behandelt worden. Als die Stadt das mitbekam, wurde der Großtest ausgelöst.

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