Wird Castrop-Rauxels Weihnachtslaser auch dieses Jahr wieder leuchten?

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Castrop-Rauxel liebt seinen Weihnachtslaser. Vergangenes Jahr hatte der mit Finanzierungsproblemen zu kämpfen. Wie sieht es dieses Jahr aus? Wir haben den Vater des Lasers gefragt.

Castrop-Rauxel

, 23.10.2019, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im vergangenen Jahr mussten Freunde des grünen Weihnachtslasers zittern: Würde er erneut den Himmel über Castrop-Rauxel zwischen dem Hammerkopfturm auf Schwerin und dem Erin-Fördergerüst in Castrop zum Leuchten bringen oder nicht?

Auch dieses Jahr stellt sich erneut die Frage, ob die Standortgemeinschaft Casconcept das Geld für sein Vorzeige-Projekt zusammenbekommt, um den Laser pünktlich zur Eröffnung des Adventszelts am Samstag, 16. November, einzuschalten.

Der Laser, so erklärt Dr. Ulrich Breilmann, Vater des Lasers, ist ein „absolutes Alleinstellungsmerkmal unserer Stadt“. Und so freut er sich, dass der Laser auch 2019 vom Hammerkopfturm bis zum Erin-Turm strahlen wird. Das bestätigte er auf Anfrage unserer Redaktion. Wann genau er eingeschaltet wird, sei noch nicht klar. Doch das Wichtigste sei gesichert: die Finanzierung.

Ein neuer Sponsor

„Letztes Jahr hat noch Gelsenwasser die Kosten übernommen, dieses Jahr ist es eine Kombination aus Gelsenwasser und der Sparkasse“, verriet Breilmann am Montag im Gespräch unserer Redaktion. Beide Unternehmen hätten sich bereit erklärt, das Adventsprojekt zu Teilen zu unterstützen.

Finanzierungsfrage

Das kostet der Laserstrahl

Der Betrieb des Laserstrahls über Castrop-Rauxel kostet rund 7500 Euro. Der Löwenanteil davon, so unsere Recherchen im Jahr 2018, geht für die Anmietung drauf. „Der Energieverbrauch hingegen ist in etwa so, als ließe man das Radio sechs Stunden am Tag laufen“, erklärte Ulrich Breilmann damals.

„Wir haben letztes Jahr festgestellt, dass ein großer Teil der Castrop-Rauxeler hinter dem Laser stehen“, sagte Breilmann. Und zwar so sehr, dass sogar Privatleute spendeten, als Finanzierungsprobleme beinahe das Aus des Lasers bedeuteten.

„Casconcept kann so ein Projekt nicht ohne weiteres alleine stemmen“, so Breilmann. Daher könne man auch noch lange nicht davon ausgehen, dass der Laser für nächstes Jahr „in trockenen Tüchern“ sei. „Wir brauchen Sponsoren, die die Kosten tragen, und daher wäre es gut, wenn der leuchtende Laser auch dieses Jahr wieder Sponsoren akquirieren würde“, sagt Breilmann.

Hoffen auf klares Wetter

Als Neusponsor ist dieses Jahr die Sparkasse mit an Bord. Rainer Kruck, Direktor der Sparkasse Vest, freut sich über die Kooperation. „Der Laser liegt der Castrop-Rauxeler Bevölkerung am Herzen, das haben wir ja letztes Jahr gesehen, als es bei der möglichen Abschaffung des Lasers einen großen Aufschrei des Entsetzens gab.“ Daher würde er sich sowohl privat als auch im Namen der Sparkasse freuen, dieses Jahr in die Bresche zu springen.

„Ich sehe den Laser ja auch aus meinem Büro und denke, dass er das Weihnachtsangebot in unserer Stadt wunderbar unterstützt. Darum hoffe ich, dass wir dann auch klares Wetter haben werden, wenn er dann endlich leuchtet“, erklärt Kruck.

Ein nachhaltiges Projekt für Castrop-Rauxel

Breilmann glaubt zu wissen, warum Unternehmen wie etwa die Sparkasse ein Interesse an dem Erhalt der Adventstradition in Castrop-Rauxel haben: „Nachhaltigkeit ist etwas Attraktives für Sponsoren, und Casconcept hat neben dem Laser einige Projekte, die nicht nur einmal, sondern immer wieder stattfinden.“

Das seien inzwischen unter anderem der Naschmarkt, das Beachvolleyball-Turnier und das Eisstockschießen. Menschen von überall her würde das Gesamtpaket in die Stadt locken.

„All das sind Aktionen, die eine Stadt attraktiver machen, und da ist es schön, wenn Sponsoren sich melden und sagen, dass sie helfen wollen, bevor ein solches Projekt scheitert“, betont Breilmann. Sicher gäbe es auch andere Projekte, die solche Sponsoren unterstützen könnten. „Doch es freut mich, wenn solche Unternehmen sagen: Wir finden toll, was ihr da macht“, sagt Ulrich Breilmann. „Aktionen wie der Laser stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl einer Stadt, da haben alle etwas von.“

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