„Bring Corona nicht zur Oma“ lautet eine Stadtkampagne, die darauf aufmerksam macht, wie man während der Pandemie sich und seine Ältesten am besten schützt. © dpa (Symbolbild)
Coronavirus

Wenn Opa keine Corona-Impfung will: Gemeinsame Strategie entwickeln

In einem Meinungsstück hat unsere Autorin erklärt, was zu tun ist, wenn Großeltern keine Corona-Impfung haben möchten. Nun hat sie mit ihrem Opa gesprochen und weiß: Reden hilft.

Mein 87-jähriger Opa möchte keine Corona-Impfung bekommen. Damit steht er längst nicht alleine, obwohl er wegen seines Alters zu den ersten gehören sollte, die die Impfung bekommen.

Das verstehe ich zwar nicht, aber ich muss seine Meinung akzeptieren. Dennoch fehlt mir die Debatte innerhalb der Familie. „Den Opa kriegt eh niemand umgestimmt“, hieß es.

Redet miteinander!

Doch so leicht will ich das Thema nicht aufgeben. Darum habe ich in einem ersten Meinungsstück appelliert: Redet miteinander und erklärt euren Ältesten, warum die Impfung wichtig ist.

Genau das habe ich nun getan: Mein Opa weiß jetzt, warum zuerst die Ältesten geimpft werden sollen und warum ich es wichtig finde, offen über das Thema zu sprechen.

Opa meint, er habe zwei Impfungen als Kind bekommen. Das reiche ihm. Solange es keine Impf-Pflicht gibt, gibt‘s für ihn keine Spritze. Okay. Das muss ich akzeptieren. Er weiß jetzt auch, dass ich ihn zum Impfzentrum fahre, wenn er seine Meinung ändern sollte.

Auf einem Kinderwegen steht ein Schild mit der Aufschrift: „Safe Oma und Opa, Corona ist real“. Es wurde für eine Demonstration am 3. Oktober 2020 benutzt. © dpa (Symbolbild) © dpa (Symbolbild)

Das Wichtigste ist: Ich habe die Debatte angestoßen und wir haben eine gemeinsame Strategie entwickelt. Meine Verwandten werden einen Schnelltest machen, bevor sie meinen Großvater besuchen.

Und ich habe Opa klar gemacht: Die Maske setze ich erst ab, wenn entweder er geimpft ist oder ich eine Spritze bekommen habe.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Freddy Schneider, Jahrgang 1993, Dortmunderin. Gelernte Medienkauffrau Digital/Print und Redakteurin. Seit 2012 arbeitet sie bei den Ruhr Nachrichten.
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Frederike Schneider

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