Weiter Staus auf B 235, weil Arbeiten an Eisenbahnbrücke länger dauern

dzBaustelle

Die Arbeiten an der Eisenbahnüberführung an der Habinghorster Straße sollten am 2. Juli beendet sein. Jetzt wird es noch zwei Wochen dauern. Damit bleibt es vorerst auch bei langen Staus.

Castrop-Rauxel

, 03.07.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Morgens und nachmittags bilden sich lange Staus auf der B 235. Grund sind die Arbeiten der Deutschen Bahn an der stählernen Eisenbahnbrücke über die Habinghorster Straße. Jetzt werden Autofahrer zwei weitere Wochen mehr Zeit für den täglichen Weg einrechnen müssen. Die Arbeiten verlängern sich bis Freitag, 17. Juli. Das teilt die Deutsche Bahn am Freitag (3.7.) mit, ein Tag, nachdem die Arbeiten ursprünglich beendet sein sollten.

Nachdem der alte Korrosionsschutz abgetragen war, seien einige kleine Mängel zum Vorschein gekommen. Zusätzliche Instandhaltungsarbeiten seien deshalb notwendig geworden, sagte ein Bahnsprecher auf Anfrage unserer Redaktion. Seit 11. Mai wird die Eisenbahnbrücke saniert.

Jetzt lesen

Eine Vollsperrung der wichtigen Nord-Süd-Verbindung sollte unbedingt vermieden werden. Deshalb wurde bis zu dieser Woche auf der einen Seite gearbeitet, jetzt ist die andere Seite dran. Während der gesamten Zeit wird die Fahrbahn auf einer Seite gesperrt. Ampeln regeln den Verkehr.

Lange Staus im Berufsverkehr

Gerade während des Berufsverkehrs staut sich der Verkehr. Aus Süden kommend beginnt der Stau häufig bereits dort, wo die Bundesstraße einspurig wird. Aus Richtung Norden kommend staut sich der Verkehr bis zu der Kreuzung Siemensstraße und Klöcknerstraße.

Leser berichten von einem Verkehrschaos, das zeitweise die gesamte Kreuzung lahmlege. Erschwerend komme hinzu, dass ein paar Hundert Meter weiter die Römerstraße auf einem Teilstück nur für Anlieger befahrbar ist und sich Lkw und Autos neue Wege beispielsweise über die Lange Straße suchen müssen. Das mache die gesamte Verkehrssituation in diesem Bereich schwierig.

Jetzt lesen

Anlass der Arbeiten an der Stahlbrücke ist ein neuer Korrosionsschutz. Dazu wurde die alte Farbe mit Sandgebläse abgetragen. Erst danach seien kleinere Mängel sichtbar geworden, so der Bahnsprecher. So mussten Schrauben nachgezogen werden, an Stahlträgern oder Wasserleitungen habe es kleine Beschädigungen gegeben.

Solche Mängel seien nicht unbedingt zu erwarten gewesen, daher sei keine Zeit dafür eingeplant worden, so der Bahnsprecher. „Unter den 16.000 Brücken gibt es nur wenige, wo es anders ist.“ So habe man erst im Nachhinein reagieren können.

Personenzüge und Güterzüge können weiter fahren

Für die Deutsche Bahn ist die Baustelle tägliches Geschäft. Alle drei bis sechs Jahre, je nach Bauart und Belastung, werden die Brücken inspiziert, so die Deutsche Bahn. Die Brücke über die B 235 zählt zur höchsten Kategorie, das heißt, sie kann ohne Einschränkungen befahren werden. In der Realität fahren hier Personenzüge und Güterzüge mit kleineren Lasten. Das können sie auch während der Arbeiten. Für sie gibt es keine Einschränkungen.

Lesen Sie jetzt