Warum das Bahngleis aussieht wie eine Müllhalde

Castrop-Rauxel Süd

Der Bahnhof Castrop-Rauxel Süd in der Altstadt sieht zurzeit verheerend aus. Jede Menge Müll liegt seit Wochen im Gleisbett, so, als hätte jemand seinen Hausmüll einfach darin entsorgt. Von Pizzakartons über Flaschen ist dort alles zu finden. Sogar ein Paar Turnschuhe liegt momentan auf den Gleisen.

CASTROP

, 15.08.2016, 16:03 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bei der Bahn ist das Problem bekannt, gereinigt wird dort regelmäßig, doch die Kapazitäten dafür seien auch irgendwann zu Ende. Über das ganze Jahr verteilt werde die Bahnhofsanlage 17 Mal intensiv und 36 Mal grob gereinigt. Grobe Reinigung bedeutet in dem Zusammenhang, dass die Mülleimer geleert werden und der Müll am Bahngelände aufgefegt wird, bei der intensiven Reinigung werden auch die Böden geschrubbt und der Müll aus dem Gleisbett gefischt.

„Dafür muss aber jedes Mal die Bahnstrecke gesperrt werden, denn das Reinigungspersonal kann ja nicht so einfach auf die Gleise“, sagt Kirsten Verbeek, Bahnsprecherin NRW, auf Anfrage unserer Zeitung. Die nächste intensive Reinigung steht im September an, dafür wird nachts die Strecke gesperrt.

Nur bei Gefahr wird schnell reagiert

Anders sieht es aus, wenn Scherben im Spiel ist. „Wird das gemeldet, können wir auch ad hoc reagieren. Denn dann besteht ja unter Umständen eine Gefahr für die Reisenden“, so die Bahnsprecherin. Doch dieser Aufwand ließe sich vermeiden, würden die Zuggäste ihren Müll in die dafür vorgesehenen Behälter schmeißen und nicht achtlos in der Gegend herum. „Je pfleglicher die Gäste mit dem Bahnhof umgehen, desto schöner ist er auch“, sagt Bahnsprecherin Kirsten Verbeek und appelliert damit an die Zuggäste.

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