Der Angeklagte lieferte sich eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei. (Symbolbild) © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild
Landgericht Dortmund

Vor der Polizei abgehauen und dann noch einen Streifenwagen gerammt

Nach einer halsbrecherischen Verfolgungsjagd mit der Polizei muss ein 36-Jähriger aus Castrop-Rauxel für Jahre ins Gefängnis. Und das Gericht sagte: Mit dem Urteil sei der Mann noch gut bedient.

Am Abend des 25. Juni 2019 war der Angeklagte am Steuer seines Jaguars in eine Polizeikontrolle geraten. Da er schon seit Jahren keinen Führerschein mehr hat und außerdem Alkohol getrunken hatte, gab es für ihn in diesem Moment nur eine mögliche Entscheidung: Vollgas.

Stellenweise Tempo 140

In der Folgezeit entwickelte sich zwischen Dingen und Dortmund-Bodelschwingh eine halsbrecherische Verfolgungsjagd, bei der der Angeklagte seinen Sportwagen stellenweise bis auf Tempo 140 beschleunigte. Erst in einem Gewerbegebiet wurde er schließlich gestellt. Das allerdings erst, nachdem er auch noch den Streifenwagen gerammt hatte.

Drei Jahre Haft hatte das Amtsgericht für diese Tat in erster Instanz verhängt. Und Berufungsrichter Ludwig Brockmeier stellte am Dienstag (2.3.) schnell klar, dass der Angeklagte damit noch gut bedient war. Immerhin ist der Mann schon mehrfach wegen Fahrens ohne Führerschein vorbestraft.

Weiteres Verfahren eingestellt

Am Ende entschied der 36-Jährige deshalb, seine Berufung zurückzunehmen und die Strafe zu akzeptieren. Gleichzeitig wurde allerdings ein weiteres Verfahren gegen ihn vorläufig eingestellt. In diesem war der Angeklagte zu weiteren 18 Monaten Haft verurteilt worden, weil er an sechs Tagen im Jahr 2018 ohne Führerschein am Steuer eines Autos beobachtet worden war.

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