Die Kinder der Villa Kunterbunt an der Zechenstraße und ihre Eltern und Erzieher müssen raus aus dem Gebäude in Ickern. Diagnose Wasserschaden. Es dauert Monate, bis der behoben sein wird.

Ickern

, 20.03.2019, 11:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Kita Villa Kunterbunt hat einen Wasserschaden. Der treibt die Stadtverwaltung und die Kita-Leitung seit Monaten um. Jetzt steht fest: Ohne einen zeitweiligen Umzug der Einrichtung wird sich das Problem nicht beheben lassen. Das kündigte Sozialdezernentin Regina Kleff den Eltern und Erzieherinnen zusammen mit Leiterin Carmen Ziegler am Mittwoch an.

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Zusammen mit dem Technischen Beigeordneten Heiko Dobrindt erläuterte Kleff gegenüber unserer Redaktion das Problem ausführlich: Das sei ein ganz spezielles Phänomen, so Dobrindt. In den Sommerferien 2018 sei das Problem zum ersten Mal aufgetreten. Hinter einem Schrank in einem Aufenthaltsraum für die Mitarbeiter sei Feuchtigkeit an der Wand aufgetreten.

Ältere Gebäude-Teile sind 25 Jahre alt

Daraufhin reagierte die Stadt, denn bei der Kita handelt es sich um eine städtische Einrichtung. Sie vollzog zusammen mit Fachleuten, wo die Leitungen des älteren Gebäudetraktes verlaufen. Das erste Gebäude der Einrichtung wurde 1994 gebaut, die Anbauten erfolgten 2011 und 2016. „Wir mussten dann feststellen, dass in den Leitungen kein Problem vorliegt“, so Dobrindt weiter.

Zunächst trocknete man mit Geräten den Raum. Durch die Trockenheit des vergangenen Sommers trocknete das komplette Gebäude ab. So verschwand das Problem zunächst. Doch im Herbst/Winter kehrte die Feuchtigkeit zurück. „Sie drückte von unten nach oben“, so Dobrindt. Es könne eigentlich nur das Grundwasser sein, das hier besonders hoch stehen könnte, vermutet er. Es könnte auch mit einer Fällung mehrerer älterer Bäume vor einigen Jahren zusammenhängen, die aufgrund der Gefahr von Astbrüchen sein musste.

„Eine Sanierung im laufenden Betrieb ist wohl nicht möglich.“
Regina Kleff

Die Stadt lässt ein Gutachten dazu erstellen, um diese Frage zu klären und geeignete Maßnahmen zu ermitteln. Über die Kosten ist bislang nichts bekannt. Klar ist inzwischen aber, dass der Betrieb für die zurzeit 78 Kinder so nicht weiter gehen kann. „Wir müssen über einen Umzug reden“, so Regina Kleff, „eine Sanierung im laufenden Betrieb ist wohl nicht möglich.“ Man kenne aber den Zeitplan selbst noch nicht genau. Für die Sanierung brauche man sicherlich mehrere Monate.

Landesjugendamt muss Ersatzräume prüfen

„Wir schauen uns gerade andere Immobilien an“, sagte Kleff. In den Fokus gerät dabei laut Aussage von Stadtsprecherin Nicole Fulgenzi zurzeit der Pavillon auf dem Schulhof der ehemaligen Gesamtschule an der Waldenburger Straße. Das könne man aber auch nicht überstürzen. Es soll in jedem Fall in der Nähe sein. Und es gibt Auflagen, die einzuhalten sind. Das Landesjugendamt werde die Ersatzräume prüfen und erst danach eine Genehmigung erteilen. Regina Kleff rechnet für Anfang oder Mitte April mit einem Umzug.

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