Vatertag 2020 in Castrop-Rauxel: Am Kanal ist der Sommer ausgebrochen

dzFeiertags-Freuden

Am Rhein-Herne-Kanal war es fast, als hätte es das Coronavirus nie gegeben: Den Vatertag genossen viele Castrop-Rauxeler bei Sommerwetter eher sorglos. Beobachtungen unseres Reporters.

Henrichenburg

, 21.05.2020, 17:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist fast so, als wäre das Coronavirus zumindest für einen Tag so gut wie vergessen: Sonnenschein ohne Trübheiten, über 25 Grad, alle Leute haben frei - raus in die Natur. So haben das an Christi Himmelfahrt 2020 viele Menschen gemacht. Fast so wie in den Vorjahren. Dabei ist dieses Jahr eigentlich so vieles anders. Das Coronavirus hat die Freude nicht eingetrübt.

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Sommerlicher Vatertag am Kanal in Henrichenburg

Der Rhein-Herne-Kanal ist bei Ausflüglern beliebt. Vor allem an Feiertagen bei gutem Wetter. Das war an Christi Himmelfahrt 2020 auch so. Dabei gibt es seit Monaten die Coronavirus-Probleme. Wir haben uns dort umgesehen.
21.05.2020
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Am Kanal in Henrichenburg war am Vatertag nicht nur recht viel Betrieb, sondern auch richtig gute Stimmung. Ob alles, was man dort sehen konnte, mit den Corona-Regeln konform geht, da konnte man geteilter Meinung sein.© Tobias Weckenbrock
Am Kanal in Henrichenburg war am Vatertag nicht nur recht viel Betrieb, sondern auch richtig gute Stimmung. Ob alles, was man dort sehen konnte, mit den Corona-Regeln konform geht, da konnte man geteilter Meinung sein.© Tobias Weckenbrock
Am Kanal in Henrichenburg war am Vatertag nicht nur recht viel Betrieb, sondern auch richtig gute Stimmung. Ob alles, was man dort sehen konnte, mit den Corona-Regeln konform geht, da konnte man geteilter Meinung sein.© Tobias Weckenbrock
Am Kanal in Henrichenburg war am Vatertag nicht nur recht viel Betrieb, sondern auch richtig gute Stimmung. Ob alles, was man dort sehen konnte, mit den Corona-Regeln konform geht, da konnte man geteilter Meinung sein.© Tobias Weckenbrock
Am Kanal in Henrichenburg war am Vatertag nicht nur recht viel Betrieb, sondern auch richtig gute Stimmung. Ob alles, was man dort sehen konnte, mit den Corona-Regeln konform geht, da konnte man geteilter Meinung sein.© Tobias Weckenbrock
Am Kanal in Henrichenburg war am Vatertag nicht nur recht viel Betrieb, sondern auch richtig gute Stimmung. Ob alles, was man dort sehen konnte, mit den Corona-Regeln konform geht, da konnte man geteilter Meinung sein.© Tobias Weckenbrock
Am Kanal in Henrichenburg war am Vatertag nicht nur recht viel Betrieb, sondern auch richtig gute Stimmung. Ob alles, was man dort sehen konnte, mit den Corona-Regeln konform geht, da konnte man geteilter Meinung sein.© Tobias Weckenbrock
Am Kanal in Henrichenburg war am Vatertag nicht nur recht viel Betrieb, sondern auch richtig gute Stimmung. Ob alles, was man dort sehen konnte, mit den Corona-Regeln konform geht, da konnte man geteilter Meinung sein.© Tobias Weckenbrock
Am Kanal in Henrichenburg war am Vatertag nicht nur recht viel Betrieb, sondern auch richtig gute Stimmung. Ob alles, was man dort sehen konnte, mit den Corona-Regeln konform geht, da konnte man geteilter Meinung sein.© Tobias Weckenbrock
Am Kanal in Henrichenburg war am Vatertag nicht nur recht viel Betrieb, sondern auch richtig gute Stimmung. Ob alles, was man dort sehen konnte, mit den Corona-Regeln konform geht, da konnte man geteilter Meinung sein.© Tobias Weckenbrock

Jugendgruppen, die sich von der Spundwand aus in den Kanal stürzen und planschen. Ein paar Vätergruppen, die es sich auf Rädern oder mit dem Bollerwagen auf den Wegen entlang des Kanals mit Musik und dem einen oder anderen Bierchen gut gehen lassen. Viele Ehepaare und Familien bei der Radtour.

Gute besuchte Biergärten

Dazu zwei gut besuchte, aber nicht überfüllte Biergärten auf der Wartburginsel und ein dritter, der vom Haus Hölter, ein paar Hundert Meter den Kanal aufwärts: Es klingt Musik über den Kanal, auf dem viele Ausflugs-, aber auch Frachtschiffe unterwegs sind. Die Abstände zwischen den Tischen sind in den Biergärten ganz offensichtlich größer als sonst. Bierbank-Garnituren sind nicht im Einsatz.

Es geht gesittet, aber fröhlich zu. Aber Schutzmasken für Mund und Nase? Bei den Kellnern sind die Pflicht und auch angelegt. Aber bei den Gästen? Bei den Spaziergängern? So gut wie nicht zu sehen.

Seit Wochen entwickelt sich die Zahl der Infizierten zurück. Es gibt noch Infektionsherde im Umfeld von Schlachthöfen von Westfleisch oder in Großunterkünften. Aber in anderen Bereichen hat sich das Infektionsgeschehen zurück entwickelt. Das macht die Menschen offenbar so sorglos wie seit Wochen nicht mehr.

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Ist das verkehrt? Als wir einen Video-Livebeitrag bei Facebook veröffentlichen, kommentiert ein Zuschauer unmittelbar die These, dass man es in Deutschland übertreibe: „Das ist alles Angst-Politik. Schwachsinn. In Holland ist absolut keiner mehr mit Schutz unterwegs, selbst einkaufen kann man ohne Wagen und ohne Schutz.“

Kinder turnen auf der Ruder-Terrasse

Auf der Treppen-Terrasse beim Ruderverein Rauxel turnen Kinder. Die Väter und Mütter stehen in einer Gruppe zusammen, trinken etwas und unterhalten sich. So, als hätte es das Virus nie gegeben. Viele Kinder sind zumindest tageweise wieder in den Schulen. Ab 8. Juni gehen die meisten Kinder wieder in die Kitas. In den Krankenhäusern läuft der Normalbetrieb an.

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Bürgermeister Rajko Kravanja sagte noch am Mittwoch im Interview mit unserer Redaktion: „Wir haben als Staat die Verantwortung wieder den Bürgerinnen und Bürgern übergeben, sodass Menschen die Entscheidungen selber treffen können.“ Angekündigte normale Abstands- und Hygiene-Kontrollen des Ordnungsdienstes sind uns in den knapp 90 Minuten am Kanal nicht begegnet.

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Die Geschäfte und Restaurants sind wieder offen. Es gibt immer mehr Lockerungen. Wir berichten täglich live und kostenlos über die Auswirkungen des Coronavirus in Castrop-Rauxel und Umgebung. Von Beate Dönnewald, Iris Müller, Lukas Wittland, Uwe von Schirp

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