Trauer und Bestürzung in Castrop-Rauxel: Armin Polfuß ist gestorben

Jugendarbeit

Armin Polfuß ist tot. Der langjährige Leiter des städtischen Jugendzentrums Trafo in Ickern starb mit 61 Jahren. Er hat Sprayen salonfähig gemacht. Und andere Zeichen gesetzt.

Castrop-Rauxel

, 28.03.2020, 15:01 Uhr / Lesedauer: 2 min
Diese Aufnahme von Armin Polfuß stammt von August 2019, ist also nur wenige Monate alt. Nun ist der Leiter des Jugendzentrums Trafo mit 61 Jahren gestorben.

Diese Aufnahme von Armin Polfuß stammt von August 2019, ist also nur wenige Monate alt. Nun ist der Leiter des Jugendzentrums Trafo mit 61 Jahren gestorben. © Victoria Maiwald

Armin Polfuß ist tot. Der langjährige Leiter des städtischen Jugendzentrums Trafo in Ickern starb am Dienstag, 24. März, plötzlich und unerwartet im Alter von 61 Jahren.

Große Bestürzung und tiefe Trauer herrschen besonders im Team Jugendarbeit der Stadt, in dem er maßgeblich über Jahrzehnte Impulse gesetzt hat. Ungläubiges Entsetzen auch in den Sozialen Netzwerken, in denen viele Weggefährten sich voller Dank und liebevoll an Armin Polfuß erinnern.

Er war eben kein Lautsprecher, sondern herzlich und verlässlich, besonders den Kindern und Jugendlichen zugewandt und er hatte immer ein offenes Ohr für die Sorgen anderer. „Wir haben nicht nur einen Kollegen verloren, sondern einen Freund“, sagt Sozialdezernentin Regina Kleff im Gespräch mit unserer Redaktion. Das Team Jugendarbeit stehe immer noch unter Schock.

Auch am Trafo wurde ganz besonders an Polfuß gedacht

Gerne hätten sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Team zu einer Trauerfeier zusammengefunden. Leider in Corona-Zeiten nicht möglich. „Sobald wir uns wieder treffen können, werden wir uns seiner besonders besinnen“, sagt Kleff. Um ein Zeichen der Verbundenheit und der Trauer zu setzen, hätten die Kolleginnen und Kolleginnen am Freitagabend eine Kerze ins Fenster gestellt.

Auch am Trafo, In der Wanne, das ohne Armin Polfuß kaum vorstellbar ist, wurde auf ganz spezielle Weise seiner gedacht. Die Kollegen besprühten eine Wand draußen mit weißen Buchstaben – dem Namen Armin, mit kleinen Sternen drin. Und dem Wunsch darüber „Ruhe in Frieden“.

Macher des legalen Sprayens und des Kinderfilmfestivals

Armin Polfuß, der an Herz-Problemen litt, ist sozusagen der Macher des legalen Sprayens in Castrop-Rauxel. Gerade das Trafo gibt davon mit seinen unzähligen Graffiti ein buntes und kreatives Zeugnis. Er hat auch das beliebte Kinderfilmfestival aus der Taufe gehoben und viele Jahre die Strippen dafür gezogen, war außerdem seit vielen Jahren einer der Motoren des Ferienprogramms Casterix, das unter Federführung der Stadt und dank großen Engagements aus Vereinen, Verbänden und Gemeinden Jahr für Jahr geschultert werden kann.

Armin Polfuß wird im Friedwald Möhnesee beigesetzt

In der Facebook-Gruppe „Du bist Castroper“ schreibt etwa Adil Tamouh aus Habinghorst: „Er war mir stets ein guter Freund und hatte während meiner gesamten Jugendzeit immer ein offenes Ohr für mich. Ruhe in Frieden. Ich werde Dich nie vergessen. Die stellvertretende DGB-Chefin Désirée Simon schreibt: „Mach’s gut, mein Freund. Du bist über die Regenbogenbrücke gegangen. Gute Reise, hab‘ viel Spaß. Ich werde Dich nie vergessen.“

Armin Polfuß hinterlässt eine Tochter. Er wird im engsten Familienkreis im Friedwald Möhnesee beigesetzt.

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