Trassenführung der B 474 näher an Ickern ran?

CASTROP-RAUXEL Die Freie Wähler Initiative (FWI) wittert neues Ungemach in Sachen Trassenführung der geplanten B 474n. „Die Straße rückt noch näher an Ickern ran“, schreibt die FWI in einer Pressemitteilung.

von Von Ilse-Marie Schlehenkamp

, 24.07.2008, 19:22 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ob dieser Plan wohl umgesetzt wird? Die Anwohner wären wohl weniger begeistert.

Ob dieser Plan wohl umgesetzt wird? Die Anwohner wären wohl weniger begeistert.

Die FWI folgert daraus, dass das Linienbestimmungsverfahren noch nicht abgeschlossen sei. Die im Mai 2005 gemeinsame Erklärung von Minister Horstmann, Landrat Welt, Waltrops Bürgermeisterin Heck-Guthe und Dattelns Bürgermeister Werner, wonach Castrop-Rauxeler Belange nicht tangiert würden, sei demnach wohl nicht mehr aktuell. Ickerner-, Ufer- und Leveringhauser Straße würden zu Zubringern der neuen Autobahnauffahrt in der Nähe des Sonnenhofs. Im Übrigen machten Lärm und Feinstaub nicht auf Stadtgrenzen Halt. Nach den Prognosen zur Verkehrsentwicklung fänden, so die FWI, die von Oliver Lind (CDU) und Christoph Grabowski (FDP) behaupteten signifikanten Entlastungen der B 235 in Henrichenburg nicht statt. Postel: „Die Zahlen belegen, dass die B 235 vorwiegend auf Dattelner Stadtgebiet entlastet wird.“ Außerdem sei es eindeutig falsch, dass der Ausbau – vierspurig im ersten Bauabschnitt parallel zur Stadtgrenze in Ickern – nicht zu verhindern sei. „Ansonsten könnte das noch gar nicht begonnene Planfeststellungsverfahren ja komplett entfallen“, schlussfolgert die FWI.

Guido Hütte, Projektleiter beim Landesbetrieb, betonte im Gespräch mit unserer Zeitung, dass man dabei sei, den straßentechnischen Entwurf auszuarbeiten, ob er tatsächlich näher an Ickern rücken könnte, ließ Hütte offen. Es sei aber richtig, dass man die im Ausschuss für Stadtentwicklung vorgestellte Linienführung (Variante Im Löringhof) detailliert plane. Hütte: „Da kann es zu geringfügigen Veränderungen kommen, das erklären wir auch vor Ort den Anliegern.“ Spruchreif sei das alles noch nicht, zumal der bis Ende 2009 fertige Straßenentwurf auf der Basis der Löringhof-Lösung auch in Düsseldorf und beim Bund vorzulegen sei. Hütte: „Wir können nicht wöchentlich eine Detailveränderung bekannt geben.“ Erst wenn ein neuer Sachstand abgesichert sei, mache es Sinn, damit in die Öffentlichkeit zu gehen.

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