Taxiunternehmen leiden unter Umsatzeinbußen wegen Corona

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Die Welt steht still, die Taxis fahren weiter, wenn auch seltener. Aus der Kneipe oder aus dem Kino wird derzeit niemand abgeholt, der Grund ein Taxi zu rufen ist meist ein anderer.

Castrop-Rauxel

, 17.04.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zwar ist die Mobilität in Deutschland derzeit eingeschränkt und die Menschen gehen weniger vor die Tür, Taxis werden aber dennoch benötigt. Menschen ohne Auto, die beispielsweise zum Arzt müssen, werden von einem Taxi gefahren und damit tragen die Unternehmen auch mit zur Grundversorgung bei.

Schwierigkeiten, ein Taxi zu bekommen oder lange Wartezeiten gab es bei den Castrop-Rauxeler Taxiunternehmen in den vergangenen Wochen nicht. Der Betrieb läuft weiter. Allerdings gibt es auch hier einige Sonderregelungen für Fahrer und Fahrgäste.

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Sowohl bei Taxi Schröder als auch bei Taxi Bucher gilt: Nur zwei Personen dürfen mitfahren und auch nur auf der Rückbank. Beide Unternehemn erklären, sie haben ihren Mitarbeitern ans Herz gelegt, soziale Kontakte weitestgehend einzustellen, um ihre Kunden nicht zu gefährden. Mundschutz, Desinfektionsmittel sowie Handschuhe stehen zur Verfügung, sodass auch die Hygienevorschriften eingehalten werden.

Krankenfahrten finden regulär bei beiden Unternehmen statt, diese sind systemrelevant. „Unsere Fahrten bestehen hauptsächlich aus Krankentransporten“, erklärt Besitzer Hans-Werner Schröder. Nach jeder Fahrt werden die Autos gründlich durchgelüftet und mindestens nach jedem Schichtwechsel sowie zwischendurch gesäubert und desinfiziert.

Fast die Hälfte der Fahraufträge fallen in Castrop-Rauxel weg

Was auffalle sei die Einschränkung der Freizeitmöglichkeiten. Da die Leute nicht mehr zum Feiern, Shoppen oder zu ihren Friseurbesuchen gefahren werden müssen, fällt im Tagesgeschäft einiges an Aufträgen weg.

Auch Christian Wember, Besitzer von Taxi Bucher erklärt: „Materialversorgung von Krankenhäusern oder Notärzte sind Kunden, die wir dazugewonnen haben. Das ist gut, denn wir haben ungefähr 50 Prozent weniger Fahraufträge durch Corona.“

Ähnliche Einbußen wie Taxi Schröder.

Auch die Fahrtzeiten haben sich teilweise geändert. Taxi Schröder fährt nur noch von 6 Uhr morgens bis 8 Uhr abends. Für die Nacht ist nur noch ein Fahrer eingeteilt, der sich dann hauptsächlich um Krankenfahrten kümmert. „Wir bemerken, die Nachfrage ist gar nicht mehr da in der Nacht. Die Leute sind vernünftig und bleiben weitgehend zu Hause.“

Aushilfskräfte bei Taxi Schröder müssen derzeit zu Hause bleiben und auch die Fachkräfte befinden sich in Kurzarbeit. Taxi Bucher ist weiterhin 24 Stunden erreichbar. „Viele fragen, ob wir überhaupt noch fahren, aber selbst eine zeitliche Einschränkung kommt für uns nicht infrage. Ich kümmere mich momentan selbst um die Nachtfahrten, die ab und an noch gefragt sind“, erklärt Christian Wember.

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