Tankstellenräuber von Castrop-Rauxel: Polizei fasst weitere Tatverdächtige

Kriminalität

Nach der Serie von Raubüberfällen auf Tankstellen in Castrop-Rauxel und Dortmund hat die Polizei jetzt weitere Tatverdächtige aus Castrop-Rauxel festgenommen. Ihnen drohen lange Strafen.

Castrop-Rauxel

, 11.12.2019, 16:52 Uhr / Lesedauer: 2 min
Tankstellenräuber von Castrop-Rauxel: Polizei fasst weitere Tatverdächtige

Die HEM-Tankstelle an der Herner Straße gehörte zu den Tankstellen, die von der jetzt gefassten Bande im Nopvember überfallen worden ist. © Thomas Schroeter

Eine Bande Tankstellenräuber hatte im November Castrop-Rauxel in Atem gehalten. Den ersten Tankstellenüberfall hatte es am 2. November in Henrichenburg gegeben. Es folgte ein weiterer am 5. November an der Wartburgstraße. Am 7. November raubten drei Täter einen Kiosk in Ickern aus. Am 10. November folgte der dritte Tankstellenüberfall, diesmal war die HEM-Tanke an der Herner Straße der Tatort.

Blauer Audi war die erste echte Spur

Anschließend verlegten die Täter ihre Tätigkeit auf Dortmunder Stadtgebiet. Sie überfielen zunächst eine Aral-Tankstelle an der A40 in Dortmund-Lütgendortmund und schlugen letztmals dann in Dortmund-Westrich zu.

Bei dieser Tat fiel Zeugen ein blauer Audi auf, der die Polizei auf die Spur von Verdächtigen führte. Der Audi tauchte nämlich ein paar Tage später bei McDonalds auf und fiel hier einer Streifenwagen-Besatzung auf.

Es kam zur wilden Flucht der Tatverdächtigen, bei der auch der Streifenwagen beschädigt und zwei Polizisten verletzt wurden. Die Tatverdächtigen konnten zunächst zu Fuß entkommen.

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Am 19. November, einen Tag später, griff die Polizei dann nach Untersuchung des zurückgelassenen Audi aber bei einer Gruppe von Tatverdächtigen in Castrop-Rauxel zu. Am Folgetag konnte ein weiterer Tatverdächtiger, ein 20-Jähriger aus Castrop-Rauxel, durch ein Spezialeinsatzkommando festgenommen werden.

Das zuständige Amtsgericht erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dortmund Untersuchungshaftbefehl gegen den 20-jährigen Castrop-Rauxeler. Die anderen Tatverdächtigen wurden nach Abschluss der Maßnahmen entlassen, weil zum derzeitigen Zeitpunkt der Tatverdacht nicht erhärtet werden konnte.

Männer wurden festgenommen

Jetzt scheint der Polizei der entscheidende Durchbruch gelungen zu sein: Durch weitere Ermittlungen konnte der Tatverdacht gegen einen der am 19. November festgenommenen jungen Männer, einen 23-jährigen Castrop-Rauxeler, erhärtet werden. Gegen ihn wurde ebenfalls ein Untersuchungshaftbefehl erlassen.

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Die Auswertung der gesicherten Spuren erbrachte nach Polizeimitteilung zudem einen dringenden Tatverdacht gegen einen 24-jährigen Castrop-Rauxeler.

Der Zugriff erfolgte in dieser Woche: Die beiden Tatverdächtigen wurden am Montag (10. Dezember) festgenommen. Der 23-Jährige ging am Mittwochvormittag in Untersuchungshaft, der 24-Jährige wurde am Mittwochnachmittag dem Haftrichter vorgeführt.

Tätern drohen langjährige Haftstrafen

Laut Strafgesetzbuch drohen den Tätern längere Haftstrafen: Auf schweren Raub stehen Freiheitsstrafen nicht unter drei Jahren, wenn ein Beteiligter eine Waffe oder ein anderes gefährliches Werkzeug bei sich führt. In schweren Fällen kann es eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren geben.

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