Zum Bürgerbüro in Castrop-Rauxel gab es in unserer Befragung viele kritische Stimmen. © Goldhahn
Coronavirus

Stadt reagiert auf Beschwerden: Kurzfristig neue Termine fürs Bürgerbüro

Die Wartezeiten auf neue Personalausweise in Castrop-Rauxel werden sich deutlich verringern. Im Interview kündigt Bürgermeister Rajko Kravanja zeitnah zahlreiche neue Termine an.

Castrop-Rauxeler, die in nächster Zeit einen neuen Personalausweis oder Reisepass brauchen, haben sich in den vergangenen Wochen häufig schwer geärgert. Die Wartezeiten für einen Termin im Bürgerbüro lagen bei mehreren Monaten.

Nun hat Bürgermeister Rajko Kravanja kurzfristig Entlastung bei den Terminen angekündigt. Im Interview mit unserer Redaktion sagte er, andere Städte hätten vielleicht räumlich andere Voraussetzungen für die Arbeit im Bürgerbüro. In Castrop-Rauxel habe man aus Gründen der Corona-Bekämpfung zwei Teams gebildet, damit man im Großraum-Büro habe arbeiten können. Das sei der Grund, warum man bislang nur in geringerer Personalstärke Termine habe bearbeiten können.

Das sei aber nun vorbei, kündigte der Bürgermeister in dem Interview an.

„Wir haben die Zwischenzeit in den letzten Wochen genutzt, um umzubauen. Wir haben den Wartebereich des Bürgerbüros mit Einzelbüros ausgestattet und auch Sitzungsräume im Rathaus so umgebaut, dass wir ab der nächsten Woche diese Teambildung wieder aufheben können. Dann sind wir wieder in der vollen Mannschaftsstärke parat und können wieder mehr Termine anbieten.“

Suche nach neuem Termin kann lohnen

Explizit empfahl Kravanja Personen, die in der letzten Zeit nur einen Termin etwa für September bekommen haben, sich noch einmal neu umzuschauen. Kravanja betonte darüber hinaus, unabhängig von den neuen Terminen sei es immer so gewesen, dass alle, die dringend einen Termin gebraucht hätten, etwa für Bankgeschäfte, immer einen bekommen hätten.

Betroffene freuten sich am Mittwoch über die Nachricht aus dem Rathaus. Bruno Seling war einer derjenigen, der nun seinen Termin schon vom September in den Mai verlegen konnte. Er ist zwar erleichtert, aber: „Ich wundere mich an der Stelle schon sehr über die Stadt. Hätten wir das nicht durch Zufall gesehen, dann hätten wir jetzt immer noch bis September warten müssen.“ Er rät anderen Betroffenen, immer wieder in das Portal der Stadt zu schauen. Das, was Kravanja nun auch empfiehlt.

Trotz Corona-Pandemie wünscht er sich einen Normalbetrieb im Bürgerbüro: „Das muss irgendwie gehen. Man könnte es auch mit Schnelltest machen, wie beim Friseur, und das Personal der Stadt müsste geimpft werden.“ Für ihn hat die Stadt eine Pflicht gegenüber den Bürgern: „Meine Frau arbeitet bei einer Bank, die können auch nicht einfach den Laden dichtmachen.“

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Fühlt sich in Castrop-Rauxel und im Dortmunder Westen gleichermaßen zu Hause. Mag Politik, mag Kultur, mag Sport, respektiert die Wirtschaft und schreibt zur Not über alles, was anfällt.
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Matthias Langrock
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Jahrgang 2000. Ist in Bergkamen aufgewachsen und nach Dortmund gekommen, um die große, weite Welt zu sehen. Überzeugte Europäerin mit einem Faible für Barockmusik, Politik und spannende Geschichten
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Nora Varga

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