Obdachlosenhilfe

Spontane Hilfe: Mützenspende nach Berichten über Wohnungslose

Unsere Berichte können etwas bewegen, und wenn es nur im Kleinen ist: Die Serie über die Wohnungslosenhilfe in Castrop-Rauxel hat dazu geführt, dass es ein besonderes Hilfsangebot gibt.
Schamim Butt, Martina Wagener und Youssef Anan von der Stadt freuen sich über die Spenden, die sie an die Menschen, für die sie arbeiten, weitergaben. © Stadt Castrop-Rauxel

Solche Lebensläufe liest man nicht alle Tage, wie sie uns der Wohnungslose Kai-Uwe (57) oder insbesondere die drei Männer von der Obercastroper Wohngemeinschaft an der Christinenstraße erzählt haben: Sie wären wohnungslos, wenn die Stadt ihnen nicht ein Obdach gegeben und in vielen Dingen geholfen hätte.

Unsere sechsteilige Serie über Wohnungslosigkeit in Castrop-Rauxel hat viele Menschen berührt, einige gewundert, wieder andere aufgewühlt: Am Rande unserer Gesellschaft gibt es viele solcher nicht erzählter Schicksale. Und Lebenswege, die so verschiedene Wendungen nehmen, manchmal tragisch, manchmal sicher auch zum Teil selbstverschuldet in eine schlechte Richtung führen.

Ein Karton voll Strichware

Nun hat eine Gruppe von Handarbeits-Freundinnen, der Stricktreff aus Habinghorst, sich überlegt, zu helfen: Eigentlich treffen sich die Strickfreundinnen im Haus der Begegnung an der Langen Straße. Das geht allerdings wegen Corona nicht. Doch die Handarbeit ruht deshalb nicht. „Die Gruppe hat Mützen und Schals gestrickt und dem Bereich Migration und Obdachlosenhilfe gespendet, einen großen Umzugskarton voll“, berichtet Stadtsprecherin Maresa Hilleringmann jetzt.

Koordiniert hat diese Spende die Habinghorster Stadtteilkümmerin Anna Wassiliori. Sie überbrachte die selbstgestrickten Produkte an Schamim Butt, Martina Wagener und Youssef Anan, allesamt Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Hilleringmann: „Die Castrop-Rauxeler, die der Bereich Migration und Obdachlosenhilfe betreut, haben sich sehr gefreut.“

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