Seniorenzentrum Philogeria eröffnet - Nebenan wird bald eine Kirche abgerissen

dzNeues Altenheim

Das neue Altenheim Philogeria ist Samstag beim Tag der offenen Tür eingeweiht und Montag bezogen worden. Rundherum wird weiter gebaut. Wo das Geros-Altenheim vorher war, tut sich auch was.

Castrop

, 08.08.2019, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war ein Bild mit Symbolkraft: Eleni (84), Leonidas (6) und Konstantinos Boulbos (61) zerschnitten gemeinsam mit Bürgermeister Rajko Kravanja am Samstag das rote Band zur Einweihung des Seniorenzentrums Philogeria In der Kemnade. „Das älteste und das jüngste Familienmitglied stehen für Gegenwart und Zukunft“, verdeutlichte Boulbos beim Tag der offenen Tür, an dem nicht nur die Fertigstellung des Altenheims, sondern auch das 25-jährige Bestehen von Geros (Gesellschaft für Seniorenbetreuung) gefeiert wurde.

Kirche in der Nachbarschaft wird abgerissen

Das Bauen im Bereich Kemnade/Richard-Wagner-Straße gleich jenseits der B235 in Höhe der Altstadt geht aber weiter: Bis Ende 2020 sollen neben dem neuen Altenheim Philogeria vier weitere Wohngebäude errichtet werden.

Seniorenzentrum Philogeria eröffnet - Nebenan wird bald eine Kirche abgerissen

Die neuapostolische Kirche wird abgerissen und das Grundstück ebenfalls von Geros bebaut. © Schlehenkamp

Auch die Kirche der freien evangelischen Gemeinde am Bahndamm gehört zu dem Wohnprojekt. Sie soll abgerissen und an ihrer Stelle ein weiteres Gebäude errichtet werden. Dort soll eine Wohngemeinschaft für alte Leute realisiert werden, wie Boulbos am Mittwoch im Gespräch mit unserer Redaktion erklärte. Und zwar eine, die sich selbst organisiert, aber im Bedarfsfall auf das Pflegeangebot von Geros zurückgreifen kann.

68 Senioren sind Montag umgezogen

Seit Montag sind 68 Seniorinnen und Senioren im neuen Altenzentrum zu Hause. Sie leben sich Stückchen für Stückchen ein. Der Umzug von der Holzstraße war innerhalb von vier Stunden bewältigt.

Platz hat das viergeschossige Gebäude an der Peripherie für 80 Menschen. „Nachfragen sind da, wir werden es sukzessive belegen“, sagte Boulbos. Zwei seiner vier Söhne sind mittlerweile in der Geschäftsführung, Alexander Boulbos bei Geros und damit in der Pflege, Stefan Boulbos bei Oikos, also dem Immobilienunternehmen.

Seniorenzentrum Philogeria eröffnet - Nebenan wird bald eine Kirche abgerissen

Eleni, die Mutter von Konstantinos Boulbos, sein jüngster Sohn Leonidas, Boulbos selbst und Bürgermeister Rajko Kravanja schnitten das rote Band zur Einweihung des neuen Seniorenzentrums In der Kemnade durch. © Abi Schlehenkamp

Über 10 Millionen Euro hat Geros bislang am Standort In der Kemnade investiert, weitere rund 20 Millionen sollen dort noch verbaut werden. „Ich denke, 250 Leute werden auf dem Gelände wohnen“, erklärte Boulbos.

Eine viergruppige Kita kommt zur Holzstraße

In die jetzt ehemalige Seniorenresidenz an der Holzstraße, wo sich vor vielen Jahren das Kinderheim der Heilsarmee befand, werden wieder Kinder einziehen. Dort wird eine vierzügige Kita Platz finden, wahrscheinlich mit 20 Plätzen für die über 300 Mitarbeiter in Castrop-Rauxel, und 60 freien Plätzen. Das Ganze geschieht in enger Abstimmung mit der Stadt.

Und es wird einen großen Veranstaltungssaal in dem Gebäude an der Holzstraße geben, der der Öffentlichkeit für Feiern zur Verfügung gestellt werden soll, etwa für Hochzeiten. Bekanntlich ist Castrop-Rauxel bei Veranstaltungssälen nicht gerade gut aufgestellt. Platz wird sein für 150 Leute.

Boulbos: „Das schönste Haus im Ruhrgebiet“

Aber zurück zur Einweihung des neuen Seniorenzentrums, das Konstantinos Boulbos als „das schönste Haus im Ruhrgebiet“ adelt: Viele Gäste - darunter auch Vertreter des öffentlichen Lebens - nutzten die Gelegenheit zum Kennenlernen. „Alle Zimmer sind Einzelzimmer“, sagt Angela Schorer, die Heimleiterin des Hauses Helena am Marktplatz Habinghorst, das vor sechs Jahren eröffnete, beim kleinen Rundgang. Die Zimmer sind hell und freundlich, mit großen Badezimmern.

In der Mitte jeder Wohnebene ist großzügig Raum zur Begegnung, zum Kochen, für Gespräche.

Seniorenzentrum Philogeria eröffnet - Nebenan wird bald eine Kirche abgerissen

Die einzelnen Etagen haben Namen, die an die Castrop-Rauxeler Stadtgeschichte angelehnt sind. Die Rennbahn liegt ja gleich nebenan. © Schlehenkamp

Die Namen haben Bezug zu Castrop-Rauxel. Das Erdgeschoss heißt Rennbahn, dann geht’s weiter mit Bladenhorst, Erin und Castroper Holz. Die Motive der Bilder im großen Kommunikationsbereich sind nicht nur aus unserer Stadt, sondern auch aus der Heimat der Beschäftigten. Mitarbeiter 30 unterschiedlicher Nationalitäten sind bei Geros beschäftigt.

Kravanja: 25 Jahre Stadtentwicklung

Bürgermeister Rajko Kravanja erklärte bei der Einweihung: „Ich freue mich immer, wenn Menschen aus Castrop-Rauxel auch Verantwortung übernehmen. Das ist für uns als Stadt sehr wichtig.“ Insofern bedeute das silberne Firmenjubiläum auch 25 Jahre Stadtentwicklung.

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