Security-Dienst überwacht Quarantäne-Häuser in Merklinde rund um die Uhr

dzWittener Straße

18 Security-Männer überwachen in drei Schichten Tag und Nacht die Quarantäne-Häuser an der Wittener Straße. Bei 27 Menschen war hier vergangene Woche das Corona-Virus entdeckt worden.

Merklinde

, 04.05.2020, 16:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Stadtverwaltung ließ am Donnerstag in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt des Kreises und einer mobilen Abstrich-Einheit des Deutschen Roten Kreuzes mehr als 200 Bewohner zweier Häuserkomplexe in Merklinde und Habinghorst testen.

In den Häusern an der Wittener Straße wurden insgesamt 95 Tests genommen. Alle Bewohner wurden getestet und haben das Prozedere laut Stadt auch klaglos hingenommen.

27 Infizierte an der Wittener Straße

Nachdem in einem ersten Test-Schwung 15 Infizierungen festgestellt worden waren, meldete Bürgermeister Rajko Kravanja am Sonntagabend auf Facebook, dass 12 weitere Fälle hinzu gekommen seien. Kravanja: „Hier bleibt die Gesamtquarantäne für alle Gebäude bestehen und wird auch weiterhin überwacht.“

Mit den zusätzlich Erkrankten aus Merklinde gibt es in Castrop-Rauxel bis heute genau 120 Fälle von Menschen, die sich mit dem Virus infiziert haben, davon sind 74 wieder genesen.

Mit Baustellen-Baken abgesperrt und rund um die Uhr von Security überwacht ist das Haus an der Wittener Straße, in dem alle Bewohner wegen Corona-Verdachts unter Quarantäne stehen.

Mit Baustellen-Baken abgesperrt und rund um die Uhr von Security überwacht ist das Haus an der Wittener Straße, in dem alle Bewohner wegen Corona-Verdachts unter Quarantäne stehen. © Thomas Schroeter

An der Wittener Straße wird der Gebäudekomplex, der seit Mittwoch unter Quarantäne steht, seitdem streng überwacht. Die Häuser sind von der Straße aus mit rot-weißen Baustellen-Baken abgegrenzt, vor, neben und hinter dem Haus sind Mitarbeiter eines Security-Service aus Duisburg im Einsatz. Sie sollen überwachen, dass niemand unbefugt das Haus verlässt oder auch betritt. Regelmäßig macht auch das Ordnungsamt Station vor Ort, um nach der Situation zu gucken.

Überwachung der Häuser reibungslos

„Das klappt bisher auch alles komplett reibungslos“, erzählt am Montagvormittag ein Security-Mitarbeiter. Man sei immer mit sechs Leuten gleichzeitig am Haus im Einsatz, wechsele sich alle acht Sunden ab, überwache das Haus in drei Schichten also 24 Stunden lang.

Jetzt lesen

„Die Leute im Haus machen das ohne Komplikationen mit, da haben wir bisher überhaupt keine Schwierigkeiten. Die sind sehr höflich und nett, da gibt es gar nichts zu meckern“, erzählt der Angestellte von MB-Security, einer Duisburger Firma, die im Auftrag der Stadt handelt.

Auch die Versorgung der Bewohner muss natürlich sichergestellt werden. „Die Bewohner geben in Auftrag, was eingekauft werden soll oder lassen sich Sachen von Verwandten anliefern. Das klappt gut“, so der Wachtposten. Für die Einkäufe müssen die unter Quarantäne stehenden Menschen natürlich selber bezahlen.


Lesen Sie jetzt