Sechs kleine Bambis im Wildgehege

DEININGHAUSEN So viel Nachwuchs hat es noch nie im Wildghege Grutholz in Deininghausen gegeben. „Sechs Kälber, das ist schon eine Riesensache“, freut sich Marianne Scheer, Vorsitzende des Fördervereins Wildgehege.

von Von Christoph Witte

, 09.07.2008, 19:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Nachwuchs im Wildgehege erfreut den menschlichen Nachwuchs.

Der Nachwuchs im Wildgehege erfreut den menschlichen Nachwuchs.

Vier Dam- und zwei Sikawildkälber sind in den vergangenen Wochen unter den Buchen im Wildgehege zur Welt gekommen. Der Hirschbestand hat damit mit 25 Tieren seine vertraglich mit der Stadt vereinbarte Höchstzahl erreicht.

Bis zum Herbst wird an dem Bestand auch nicht gerüttelt. Danach werden aber einige Damwildhirschböcke abgegeben: „Vier Hirsche kommen in den Hochwildpark Rheinland in die Eifel“, sagt Marianne Scheer.

Außer Brot darf alles gefüttert werden

Noch sind die gefleckten, jungen Hirsche etwas scheu, werden von den erwachsenen Tieren aber langsam an die Menschen herangeführt. Denn Zweibeiner sind als Besucher gerne gesehen im 39 Jahre alten Wildgehege, dürfen die Geweihträger mit Mais, Weizen, Möhren, speziellen Pellets oder Runkeln füttern. Nur Brot darf nicht ins Gehege gelangen.

„Wenn das schimmelt, schadet das den Tieren“, warnt Marianne Scheer vor falsch verstandener Tierliebe.Gestern machten die Kinder der Kindergärten Heiligkreuz und Swabedo einen Abstecher auf das vier Hektar große Freigelände, um sich Bambis Ahnen anzuschauen. „Viele Kinder übernehmen Patenschaften für unsere Tiere“, erklärt Marianne Scheer.

Paten zum Sommerfest

Im Zuge des Sommerfestes am 13. September sollen dann auch die sechs Neuankömmlinge Namen und Paten bekommen.Zu unterscheiden sind die Hirsche für den Laien nur schwer. Marianne Scheer gibt Tipps: „Das Damwild ist kräftiger und heller als das schlanke Sikawild.“ Beide Rassen kommen ursprünglich aus Asien, sind aber seit Jahrhunderten beliebtes Parkwild in Europa. Inzwischen sind einige Herden hier auch in freier Wildbahn heimisch geworden.

Doch nicht nur bei den Sika- und Damhirschen gab es Nachwuchs: Auch die Pfauen ließen sich nicht lumpen. Drei kleine Vögel stolzieren am Federrockzipfel der Mama durchs Gelände. Zu ihrem eigenen Schutz sollen sie bald in eine Voliere ziehen. „Wenn sie zu groß sind, um sich unter der Mutter zu verstecken, sind sie leichte Beute für Fuchs und Greifvögel“, sagt Marianne Scheer.

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