Schrottautos in Flammen: Großbrand im Industriegebiet in Gerthe

dzRiesen-Rauchwolke

200 Einsatzkräfte der Feuerwehren Bochum, Dortmund und Herne haben am Mittwochabend gegen einen Großbrand angekämpft. Autowracks standen auf einem Schrottplatz in Bochum-Gerthe in Flammen.

Bochum

, 14.10.2020, 20:12 Uhr / Lesedauer: 1 min

Eine dicke schwarze Rauchwolke zog vom Bochumer Ortsteil Gerthe am Mittwochnachmittag und -abend in den Himmel. Sie war bis Essen zu sehen. Gegen 16.30 Uhr waren Autos auf einem Hof eines Autoverwerters an der Daimlerstraße Ecke Dieselstraße in Flammen geraten. Die Bochumer Feuerwehr forderte Amtshilfe aus den Nachbarstädten an. Personen kamen nicht zu Schaden.

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Großbrand bei Bochumer Schrotthändler

Über 50 Autos standen am Mittwoch bei einem Autoverwerter in Bochum-Gerthe in Brand. Die dicke schwarze Rauchwolke war weithin sichtbar.
14.10.2020
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Mit drei Drehleiterwagen und einem Gelenkmast aus Dortmund gingen rund 150 Einsatzkräfte gegen die Flammen beim Schrotthändler vor.© Feuerwehr Bochum
Mit drei Drehleiterwagen und einem Gelenkmast aus Dortmund gingen rund 150 Einsatzkräfte gegen die Flammen beim Schrotthändler vor.© Feuerwehr Bochum
Mit drei Drehleiterwagen und einem Gelenkmast aus Dortmund gingen rund 150 Einsatzkräfte gegen die Flammen beim Schrotthändler vor.© Feuerwehr Bochum
Auf dem Gelände waren auch Propangas-Flaschen gelagert. Die Feuerwehr löste darum Vollalarm aus und holte sich auch Amtshilfe der Dortmunder Kollegen.© Feuerwehr Bochum
Mit drei Drehleiterwagen und einem Gelenkmast aus Dortmund gingen rund 150 Einsatzkräfte gegen die Flammen beim Schrotthändler vor.© Helmut Kaczmarek
Mit drei Drehleiterwagen und einem Gelenkmast aus Dortmund gingen rund 150 Einsatzkräfte gegen die Flammen beim Schrotthändler vor.© Feuerwehr Bochum
Mit drei Drehleiterwagen und einem Gelenkmast aus Dortmund gingen rund 150 Einsatzkräfte gegen die Flammen beim Schrotthändler vor.© Feuerwehr Bochum
Großbrand bei einem Autoverwerter an der Dailmerstraße im Bochumer Ortsteil Gerthe: Die Feuerwehr musste hier am Mittwochnachmittag über 50 brennende Autos löschen. © Feuerwehr Bochum
Amtshilfe bekam die Bochumer Feuerwehr auch aus Herne. Die Kollegen aus den Nachbarstädten halfen dabei, den Brand einzuzingeln und ein Übergreifen zu verhindern.© Feuerwehr Bochum
Das ist der Gelenkmast der Feuerwehr Dortmund. Er ist gegen 18.15 Uhr eingetroffen und hilft beim Löschen von oben.© Feuerwehr Bochum
Diese Aufnahme von der dicken Rauchwolke um 17 Uhr erreichte uns aus Obercastrop vom Leser Karl-Heinz Hoffmann.© Karl-Heinz Hoffmann
Diese Aufnahme aus Castrop-Rauxel zeigt die große Rauchwolke. Die Feuerwehr empfiehlt, Fenster und Türen geschlossen zu halten, wo Rauchgeruch zu vernehmen ist.© privat
Ein Bild von der Zeche Lothringen unter der dicken Rauchwolke.© privat
Auch aus dem Bochumer Ortsteil Langendreer sieht man die riesige Rauchwolke über Bochum-Gerthe. Sie zog anschließend in Richtung Süden.© Karla
Auch aus dem Ruhrtower in Essen ist die Rauchwolke zu sehen. © Benjamin Legrand
Der Merklinder Jürgen Weiß schickte uns diese Aufnahme gegen 17.10 Uhr.© Jürgen Weiß

Stundenlang kämpften die Feuerwehren mit in der Spitze über 200 Einsatzkräften zunächst gegen die weitere Ausbreitung des Feuers an. Bis etwa 19.30 Uhr bestand die Gefahr, dass es in dem Gewerbegebiet nahe der Stadtgrenze zu Castrop-Rauxel auf Nachbarfirmen, unter anderem ein Chemiebetrieb, übergreifen könnte.

Mit drei Drehleiterwagen und einem speziellen Gelenkmast-Wagen aus Dortmund gelang der Zugriff von oben, während die Feuerwehrleute am Boden mit einem Riegel den Brand regelrecht umzingelten. Immer wieder kam es zu Explosionen: Auf dem Gelände lagerten auch teilentleerte Propangasflaschen.

Wasserversorgung über kilometerlange Schlauchstrecken

Schwierig gestaltete sich die Wasserversorgung für so viele Einsatzkräfte und Fahrzeuge zugleich. Darum verlegten die Rettungskräfte kilometerlange Schlauchstrecken zu weiter entlegenen Hydranten, um andere Wasserleitungen anzuzapfen als die, die direkt an Ort und Stelle verläuft. Auch ein Großtankfahrzeug aus Herne stand mit weiteren Wasservorräten bereit.

Was Auslöser des Brandes war, ließ sich am Abend noch nicht ermitteln. Die Löscharbeiten dauerten bei Redaktionsschluss noch an. Einsatzleiter Simon Heußen sagte, dass man in der Nacht oder am nächsten Tag jedes Autowrack einzeln anheben und ablöschen müsse, um Glutnester ausfindig zu machen.

Die Feuerwehr gab zwischenzeitlich eine Warnmeldung über die Warn-App Nina heraus, doch eine Gefahr für die Bevölkerung durch Rauchgase bestand laut Heußen zu keiner Zeit. Dennoch bat er die Menschen, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

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