Bewohner eines Castrop-Rauxeler Mehrfamilienhauses fanden am Dienstag (30.3.) eine Schlangenhaut in ihrem Keller (Symbolbild). © picture alliance/dpa/Feuerwehr Bochum
Reptilien

Schlangenhaut in Castrop-Rauxeler Keller gefunden: Vormieter gibt Entwarnung

Bewohner eines Mehrfamilienhauses haben am Dienstag (30.3.) eine Schlangenhaut im Keller gefunden. Mehrere Experten untersuchten den Raum. Erst eine Befragung der Vormieter ergab Aufschluss.

Die Nachricht war ein Schock: Bewohner eines Mehrfamilienhauses in Deininghausen fanden am Dienstag eine Schlangenhaut in ihrem Keller. Mehrere Experten, unter anderem von der Feuerwehr Bochum, untersuchten daraufhin den Raum, konnten aber weder die Schlange noch irgendwelche Spuren finden.

Vormieter hielt 20 Pythonschlangen

Die Stadt hat die Vormieter der Wohnung befragt und konnte Licht ins Dunkel bringen: Die Schlangenhaut stammt mutmaßlich von einem ehemaligen Mieter, der vor etwa zwei bis drei Jahren in dem Haus gewohnt hatte. Der Vormieter hatte in der Wohnung etwa zwanzig Pythonschlangen gehalten und dabei stets die Schlangenhäute aufbewahrt, um sie weiterzuverarbeiten.

Die Sorge, der Vormieter könnte eine Schlange in der Wohnung zurückgelassen haben, sei aber unbegründet, heißt es bei der Stadt. Der Vormieter habe alle Schlangen verkauft. Dafür konnte er nach Angaben der Stadt Belege vorweisen.

Das Alter der Schlangenhaut, die am Dienstag in dem Keller gefunden wurde, konnten die Experten nicht genau bestimmen. Da der Keller sehr feucht sei, könnten keine klaren Angaben gemacht werden. Der Fall wurde an das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen weitergeleitet.

Unmittelbar nach dem Fund hatte die Stadt Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet. Experten streuten auf dem Kellerboden Mehl aus. Der Keller wurde verriegelt und Loch und Türen abgedichtet. Hinweise auf eine lebendige Schlange fand man aber nicht, so die Stadt.

Erster Fund im Januar blieb unbeachtet

Der Fund am Dienstag war nicht der erste in dem Mehrfamilienhaus: Schon im Januar hatten Bewohner dort eine Schlangenhaut gefunden. Der Fund blieb damals ohne Konsequenzen: Das Veterinärsamt Recklinghausen hatte den Fall per Mail an die Stadt Castrop-Rauxel weitergeleitet. Die Stadt hatte sich aber damals nicht weiter darum gekümmert. Die Mail sei leider untergegangen, heißt es.

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