Schädlingsbekämpfung an der Langen Straße löst Feuerwehreinsatz aus

Feuerwehr

Ein Hauseigentümer oder Bewohner des Hauses an der Langen Straße wollten ein Schädlingsproblem offenbar selbst in den Griff bekommen. Dadurch wurde ein Feuerwehreinsatz ausgelöst.

Habinghorst

, 20.08.2020, 11:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Problemhaus Lange Straße 107 war nun Schauplatz eines Feuerwehreinsatzes. Diesmal auf Verordnung des Gesundheitsamtes. Jemand hatte ein Insektenspray versprüht, obwohl am Freitag ein Schädlingsbekämpfer beauftragt war.

Das Problemhaus Lange Straße 107 war nun Schauplatz eines Feuerwehreinsatzes. Diesmal auf Verordnung des Gesundheitsamtes. Jemand hatte ein Insektenspray versprüht, obwohl am Freitag ein Schädlingsbekämpfer beauftragt war. © Lukas Wittland

Am Mittwochabend (19.8.) wollte ein Hauseigentümer oder Bewohner des Wohnkomplexes an der Langen Straße / Ecke Postplatz sich womöglich die Kosten einer professionellen Schädlingsbekämpfung sparen. Oder wollte man einem städtisch verfügten Termin am Freitag (21.8.) aus anderem Grunde zuvor kommen? Jedenfalls veranlasste eine unüberlegte Aktion einen Feuerwehreinsatz.

Schädlingsbekämpfer sollte beauftragt werden

Bürgermeister Rajko Kravanja teilte via Facebook mit, die Hauseigentümer seien von der Stadt zu einer fachgerechten Bekämpfung verpflichtet worden. „Sie haben per Ordnungsverfügung die Auflage erhalten, einen zertifizierten Schädlingsbekämpfer zu beauftragen“, schrieb er noch am Mittwochabend, wohlwissend, dass ein Feuerwehreinsatz am Haus Lange Straße 107 erneut Aufsehen erregen und Diskussionen nach sich ziehen würde.

Jemand habe am Mittwoch ein Insektenspray im Flur des Wohnhauses und in einigen Wohnungen versprüht, heißt es von der Stadt. Da einige der Wohnungen nur schlecht gelüftet werden könnten, wurde die Feuerwehr nach Absprache mit dem Gesundheitsamt des Kreises Recklinghausen beauftragt, den Flur zu lüften. Die Kosten dieses Einsatzes müssten die Hauseigentümer tragen, so Kravanja.

Vergiftungen, Schwindel, Atemnot

Die Verbraucherzentrale NRW warnt vor einem eigenmächtigem Vorgehen mit Schädlingsbekämpfungs-Spray: „Bei unsachgemäßer Anwendung werden gesundheitliche Schäden wie Atemnot, Übelkeit und Schwindel oder Allergien riskiert“, heißt es. „Auch die frei verkäuflichen Mittel können bei Mensch und Haustier zu ernsthaften Vergiftungen bis hin zu Krebs führen.“

Bürgermeister Kravanja informierte selbst über den Einsatz auf seinem Facebook-Profil und begründete das so: Die Pressestelle sei „um die Uhrzeit nicht mehr im Dienst“.

Lesen Sie jetzt