Caroline Eschner und Axel Westermann schauen zurück auf das Coronajahr 2020, das sie im St.-Rochus-Hospital vor Herausforderungen gestellt hat. © Ronny von Wangenheim
Coronavirus

Rochus-Standortleiter über den Corona-Ausbruch: Wir fahren nicht herunter

Das Rochus-Hospital hat einen Aufnahmestopp verhängt - aber anders als das EvK keinen vollständigen. So will man dem Corona-Ausbruch entgegenwirken, der seit Freitag (22.1.) bekannt ist.

Das Castroper St.-Rochus-Hospital ist nach dem Evangelischen Krankenhaus nun ebenfalls vom Coronavirus in Mitleidenschaft gezogen: Im Rochus werden nach Auskunft der Geschäftsführung von Donnerstag (28.1.) 15 Patienten mit Covid19 behandelt. Fünf Mitarbeiter wurden positiv auf Corona getestet, fünf weitere Mitarbeiter sind in Quarantäne.

Standortleiter Axel Westermann sagte am Donnerstag auf Anfrage: „Aufgrund unerwartet positiver Befunde bei Patienten und Mitarbeiter_innen haben wir für eine Station einen Aufnahmestopp verhängt.“ Anders als im Evangelischen Krankenhaus sei aber keine Corona-Ausweitung auf das gesamte Haus erkennbar, das am Donnerstag auf den Tag genau seit 153 Jahren in der Castroper Altstadt betrieben wird. Alle anderen Stationen sind geöffnet.

Alle Patienten werden bei Aufnahme getestet

Axel Westermann weiter: „Wir stehen in ständigem Austausch mit dem Kreisgesundheitsamt, um die aktuelle Situation zu bewerten und weitere Maßnahmen festzulegen.“ Derzeit würden alle Patienten, die stationär aufgenommen werden, per PCR-Test auf Corona untersucht. Bei Notaufnahmen nehme man zusätzlich einen Schnelltest vor, um nach 20 Minuten schon Klarheit zu haben.

Mitarbeiter aus den Bereichen mit der höchsten Gefährdungsstufe, also die auf der Covid- und auf der Intensivstation, werden einmal wöchentlich per PCR getestet.

Eine Patientin hatte unsere Redaktion am Donnerstag darüber in Kenntnis gesetzt, dass sie nach einer Operation trotz eines Positiv-Tests entlassen worden sei. „Patienten mit positivem Befund und geringer Symptomlage werden entlassen, sofern keine Indikation für einen stationären Aufenthalt vorliegt“, erklärte Axel Westermann, den wir damit konfrontierten. Vorzeitige Entlassungen nach Operationen gebe es aber nicht. Geplante Operationen hingegen würden im Einzelfall und in Absprache mit den Patienten verschoben.

Derzeit rund 60 Prozent Auslastung

Das Rochus bleibt beim normalen Betrieb: „Ein Herunterfahren auf einen bestimmten Zielwert gibt es nicht“, so Westermann. „Wir passen die Belegung der aktuellen Situation in Castrop-Rauxel an und stehen hierbei in engem Austausch mit dem Kreisgesundheitsamt.“ Am Mittwoch sprach man von einer Auslastung von rund 62 Prozent. In Normalzeiten liegt sie bei etwas über 80 Prozent. Es gibt rund 200 Klinikbetten. Im EvK liegt die Auslastung der rund 390 Betten derzeit bei 30 Prozent.

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Gebürtiger Münsterländer, Jahrgang 1979. Redakteur bei Lensing Media seit 2007. Fußballfreund und fasziniert von den Entwicklungen in der Medienwelt der 2010er-Jahre.
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Tobias Weckenbrock

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