Reiner Tilly ist der Wächter über die Bergbau-Schätze im neuen Bergbaumuseum

BBZ Dingen

Das Heimat- und Bergbaumuseum nimmt Kontur an. Bei einem Besuch unserer Redaktion trafen wir auf einen, der der Wächter über die Schätze ist. Die Arbeit geht nun in die heiße Phase.

Castrop-Rauxel

, 11.07.2019 / Lesedauer: 3 min
Reiner Tilly ist der Wächter über die Bergbau-Schätze im neuen Bergbaumuseum

Reiner Tilly vom Kolpingbildungswerk ist seit Mai mit zuständig für den Aufbau des neuen Bergbau- und Heimatmuseums in Dingen. © Tobias Weckenbrock

Er wohnt in der Altstadt, aber arbeitet seit einigen Monaten in Dingen: In der Turnhalle des Berufsbildungszentrums ist Reiner Tilly aus Castrop Wächter über die Bergbau-Schätze. Dabei ist der Bergbau nur ein Teil der Schätze, die er im Auge hat.

„Es macht Freude, hier zu arbeiten“, sagt Tilly, als wir mit ihm durch die Turnhalle gehen. Sie hat sich verändert in den vergangenen Monaten: Zu Jahresanfang, als es hieß, dass hier einmal ein Heimat- und Bergbaumuseum enstehen sollte, da war die Halle noch leer und die Räume noch sanierungsbedürftig. Inzwischen haben sie hier renoviert, angestrichen, die Heizung repariert und vieles mehr.

Zur Sache

Ausstellung auf rund 280 Quadratmetern

  • Die Turnhalle in Dingen wird seit 2013 nicht mehr als solche genutzt. Seit 2016 steht sie leer.
  • Die Ausstellung wird auf rund 280 Quadratmetern zu sehen sein.
  • Ein Eintritt soll nicht erhoben, aber Spenden gern genommen werden.

Die Kolping-Bildungszentren mit Sitz in der Agora in Ickern haben zusammen mit dem Verein Heimat und Kultur, der sich 2008 unter Führung der Griechischen Gemeinde an selber Stelle gründete, ihr Projekt vorangetrieben: Sie haben ihre jahrelang eingesammelten historischen Schätze von Castrop-Rauxelern, die sie bisher in einem für die Öffentlichkeit weitgehend verschlossenen Archiv aufbewahrt haben, erfasst und systematisiert. Dann haben sie viele der Stücke in Transportern nach Dingen verfrachtet.

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Devotionalien für das Bergbaumuseum in der Turnhalle Dingen.© Tobias Weckenbrock
Reiner Tilly vom Kolpingbildungswerk ist seit Mai mit zuständig für den Aufbau des neuen Bergbau- und Heimatmuseums in Dingen.© Tobias Weckenbrock
Reiner Tilly vom Kolpingbildungswerk ist seit Mai mit zuständig für den Aufbau des neuen Bergbau- und Heimatmuseums in Dingen.© Tobias Weckenbrock
Devotionalien für das Bergbaumuseum in der Turnhalle Dingen.© Tobias Weckenbrock
Devotionalien für das Bergbaumuseum in der Turnhalle Dingen.© Tobias Weckenbrock
Devotionalien für das Bergbaumuseum in der Turnhalle Dingen.© Tobias Weckenbrock
Devotionalien für das Bergbaumuseum in der Turnhalle Dingen.© Tobias Weckenbrock
Devotionalien für das Bergbaumuseum in der Turnhalle Dingen.© Tobias Weckenbrock
Devotionalien für das Bergbaumuseum in der Turnhalle Dingen.© Tobias Weckenbrock
Devotionalien für das Bergbaumuseum in der Turnhalle Dingen.© Tobias Weckenbrock
Devotionalien für das Bergbaumuseum in der Turnhalle Dingen.© Tobias Weckenbrock
Devotionalien für das Bergbaumuseum in der Turnhalle Dingen.© Tobias Weckenbrock
Devotionalien für das Bergbaumuseum in der Turnhalle Dingen.© Tobias Weckenbrock

Fördergerüst als riesiges Holzmodell

Dort hat sich die Turnhalle inzwischen angefüllt: alte Werkzeuge aus dem Bergbau sind darunter, ganze Bergmanns-Kluften inklusive Arschleder, eine Draisine aus der Grube, ein Holzmodell vom Fördergerüst und vieles mehr. Und das ist nur der Bergbau-Teil der späteren Ausstellung.

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Generell soll es um Heimatgeschichte gehen. Bert Falk, Anleiter für die Abteilung Arbeitsgelegenheiten in den Kolping-Bildungszentren, gibt auf Nachfrage einen Einblick ins Ausstellungskonzept: „Wir wollen den Fokus auf Heimatkunde richten und das mit Bergbau zusammenführen.“ Er spricht dabei vom „dreifachen Strukturwandel“: von der Landwirtschaft zur Industrie, von der Industrie ins postindustrielle Castrop-Rauxel. Stets mit der Frage: Wie hat man in Castrop-Rauxel gelebt? Wie die Freizeit verbracht? Schützen- und Taubenvereine fallen ihm da als Stichworte ein.

„Wir wollen das lebendig machen“

Die Organisatoren planen Erklärtafeln, aber vor allem kompetente Mitarbeiter, die Gäste durch die Ausstellung führen und dazu vieles erzählen können. „Wir wollen das lebendig machen“, sagt Bert Falk.

Bis es soweit ist, ist noch viel zu tun. Erst war Eröffnung im Herbst angepeilt, jetzt wird es eher Winter, sagt Falk: „Der Zeitplan hängt, aber das ist kein Problem.“ Nach den Sommerferien wollen die Mitarbeiter am Ausstellungskonzept feilen. Reiner Tilly ist seit Mai im Team. Er hat Spaß an den Vorbereitungen, aber freut sich auf die Eröffnung.

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