Qualitätssiegel für Betreutes Wohnen: Warum Hein Send in Henrichenburg ausgezeichnet wurde

dzInnovatives Bauen

Der Henrichenburger Investor Hein Send ist für sein Betreutes Wohnen erneut mit einem Gütesiegel ausgezeichnet worden. Dafür muss man sich bewerben. Und dann wird geprüft. Aber was?

Henrichenburg

, 13.09.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es wäre unrichtig, nicht zu schreiben, dass er sich ganz einfach richtig gefreut hat und ihm auch ein bisschen das Herz aufgegangen ist: Worum es geht? Um eine Auszeichnung für Hein Send.

Der Henrichenburger Investor und langjährige Unternehmer hat schon das zweite Mal eine Bestätigung bekommen: ein Gütesiegel für die riesigen Projekte, die er in Henrichenburg realisiert hat. Und mit denen er zweifelsohne dem Stadtteil eine neue städtebauliche Qualität beschert hat.

Um dieses Gütesiegel geht es genau

Genau geht es um das „Qualitätssiegel Betreutes Wohnen für ältere Menschen NRW“. Die Vergabe dieses Siegels erfolgt durch ein Kuratorium, das sich 2004 zusammenschloss und unter Federführung des damaligen Sozialministeriums das Siegel mit landesweit geltenden Standards für das Betreute Wohnen entwickelte.

Dieses Qualitätssiegel ist Hein Send am Dienstag in den Räumen der Caritas an der Freiheitstraße 23 in Henrichenburg offiziell durch das Kuratorium übergeben worden.

„Wir bieten damit insgesamt 44 mit dem Gütesiegel zertifizierte Wohnungen an“, erklärt Hein Send. Sie haben eine Größe von 46 bis 114 Quadratmetern. Und das an mittlerweile drei Standorten, die unweit voneinander entfernt sind.

Alles begann mit der Neuen Mitte Henrichenburg

Alles begann mit der Neuen Mitte Henrichenburgs. Also jenem großen Gebäudekomplex mit dem Aldi, dem Café, der Post usw. im Erdgeschoss. Dazu gehört auch das Betreute Wohnen und eine wunderschöne Dachterrasse, Arztpraxen und weitere gesundheitlichen Dienstleistungen in den drei Geschossen darüber.

An der Lambertstraße 6 gibt es 18 Wohneinheiten, die 47 bis 62 Quadratmeter groß sind. Das Qualitätssiegel für Betreutes Wohnen dafür gab es schon im Sommer 2008.

Arztpraxen und Büros entkernt - und Wohnungen realisiert

An der Freiheitstraße 17 wurde vor vier Jahren Betreutes Wohnen in einem bis dato reinen Gewerbeobjekt realisiert. Im Erdgeschoss befindet sich die Sparkasse. In den Obergeschossen sind die alten Arztpraxen und Büros restlos entkernt worden.

Statt ihrer wurden behindertengerechte Wohnungen realisiert, die nachträglich Balkone bekamen. Die neun Wohneinheiten sind 46 bis 114 Quadratmeter groß.

Dritter Komplex: Noch ein bisschen umweltbewusster

An der Freiheitstraße 23, wo jetzt das Qualitätssiegel überreicht wurde und wo die auch Caritas federführend beim Betreuten Wohnen ist, hat man sich an den Erfahrungen mit den beiden anderen Projekten orientiert und in Sachen umweltbewusstes Bauen noch eine Schüppe draufgelegt.

Schon an der Lambertstraße 6 versickert das Regenwasser unterirdisch. Im Hedi 2, also dem großen Gebäudekomplex mit Rossmann und Burg-Apotheke im Erdgeschoss, gibt es neben einer ärztlichen Gemeinschaftspraxis auch 17 Wohneinheiten für Betreutes Wohnen in den Obergeschossen, 47 bis 100 Quadratmeter groß. Hier sorgt Solarthermie auf dem Dach fürs warme Wasser und die Heizung.

Rund 30 Projekte in NRW sind bislang ausgezeichnet

Bis heute sind nach Angaben des Kuratoriums, das bei der kleinen Feier ebenso dabei war wie Bürgermeister Rajko Kravanja, insgesamt rund 30 Neubau- und Bestandsprojekte mit dem Qualitätssiegel ausgezeichnet worden. Aktuell befinden sich etwa 20 weitere Projekte im Prüfprozess.

Anbieter von Betreutem Wohnen in NRW können ihre Wohnanlagen seit 2005 mit dem Qualitätssiegel zertifizieren lassen. Dafür gibt es einen bestimmten Kriterienkatalog, zu dem die vier Bausteine „Bauwerk und Umfeld“, „Grundservice“, „Wahlservice“ und „Vertragsgestaltung“ gehören.

Im Idealfall bietet ein betreutes Wohnprojekt barrierefreie oder zumindest barrierearme Wohnungen und ein altergerechtes Wohnumfeld, welches den Bewohnerinnen und Bewohnern eine selbstständige und selbstbestimmte Lebensgestaltung ermöglicht und ihnen durch die Bereitstellung verbindlicher sowie wählbarer Serviceleistungen gleichzeitig Sicherheit, Betreuung und Beratung gewährleistet.

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